Montag, 21. Oktober 2019

Kohle-Konzerne streiten vor Gericht Streit zwischen Uniper und RWE eskaliert

Steinkohlebergbau

Im Streit um Lieferverträge des neuen Steinkohlekraftwerks Datteln 4 hat der Betreiber Uniper eine Feststellungsklage vor dem Landgericht Essen eingereicht (Aktenzeichen: 3 O 28/2017), berichtet manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 26. Mai). Dort klagt die Uniper Kraftwerke GmbH gegen die RWE Generation SE auf Vertragserfüllung.

Der Hintergrund: RWE hatte schon 2005/2006 Strombezugsverträge über 450 Megawatt ab Inbetriebnahme des Kraftwerks (Gesamtkapazität: 1100 Megawatt) abgeschlossen. Und zwar zu damaligen Großhandelsstrompreisen, die rund doppelt so hoch waren, wie sie heute sind. Eigentlich sollte das Kraftwerk schon 2011 in Betrieb gehen, doch der Bau verzögerte sich aufgrund von Einsprüchen und Planungsversäumnissen. Nun, so hofft man bei der Eon-Tochter Uniper, komme der Meiler in der ersten Hälfte 2018 ans Netz.

Aufgrund der jahrelangen Verzögerung sieht sich RWE Börsen-Chart zeigen nicht mehr an den alten Kontrakt gebunden und hat ihn außerordentlich gekündigt. RWE lässt sich von Peter Rosin vertreten; der frühere RWE-Mitarbeiter gehört heute der US-Sozietät White & Case an. Uniper hat Alexander Kröck von der Münchener Kanzlei Kantenwein & Partner engagiert.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Juni-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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