Freitag, 20. September 2019

Milliardendeal in Sicht Öl-Konzerne reißen sich um US-Förderer Anadarko

Öl-Plattform von Anadarko: Das US-Unternehmen hat gleich zwei Übernahmeofferten zur Auswahl.
Anadarko Petroleum/ AP
Öl-Plattform von Anadarko: Das US-Unternehmen hat gleich zwei Übernahmeofferten zur Auswahl.

Um den US-Ölförderer Anadarko Petroleum entbrennt ein Wettbieten. Der Konkurrent Occidental Petroleum kündigte am Mittwoch ein 57 Milliarden Dollar schweres Kaufangebot an, das die Offerte des Rivalen Chevron Börsen-Chart zeigen um sieben Milliarden Dollar übertrumpft.

Es wäre der größte Deal in der Branche seit der Übernahme des Gasspezialisten BG Group durch den Öl-Riesen Royal Dutch Shell Börsen-Chart zeigen im Jahr 2016. Der Anadarko-Käufer würde sich einen größeren Zugang zum Permischen Becken im US-Bundesstaat Texas verschaffen. Dort liegen große Mengen Schieferöl, das mit Hilfe der umstrittenen Fracking-Methode gewonnen wird.

Occidental bietet für jede Anadarko-Aktie 76 Dollar, davon 38 Dollar in bar sowie rechnerisch 0,6094 eigene Aktien. Das sind 19 Prozent mehr als der Anadarko-Schlusskurs vom Dienstag und 62 Prozent mehr als der Schlusskurs unmittelbar vor der Chevron-Offerte vom 12. April. Chevron bietet 16,25 Dollar und rechnerisch 0,3869 eigene Aktien.

Der Kurs von Anadarko Börsen-Chart zeigen legte am Mittwoch in New York vorbörslich um 10 Prozent auf 70,30 Dollar zu.

Chevron hatte Mitte April mitgeteilt, sich mit Anadarko geeinigt zu haben. Chevron will mit der Übernahmen seine Stellung auf dem Markt für Flüssigerdgas (LNG) stärken. Occidental-Chefin Vicki Hollub warb am Mittwoch, das höhere Angebot sei sowohl finanziell als auch strategisch besser für die Aktionäre von Anadarko.

cr/rtr/afp

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