Preissprung bei Heizöl und Benzin Energiepreise steigen zweistellig - und treiben Inflation an

Heizöl: Preisanstieg um knapp 12 Prozent

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Steigende Ölpreise haben die Energiekosten für Verbraucher in Deutschland zum Jahreswechsel ansteigen lassen. Am deutlichsten war die Entwicklung beim Heizöl, das im Dezember 11,7 Prozent teurer war als im Vormonat. Das geht aus dem aktuellen Energiepreis-Monitor der European Climate Foundation (ECF) hervor. Für Benzin und Diesel mussten die Deutschen zum Jahresende im Schnitt 3,6 Prozent mehr zahlen als noch im November. Alles in allem stiegen die Energiepreise im Dezember um 2,3 Prozent.

Der Grund für den Kostenanstieg ist demnach der steigende Ölpreis, aber auch der Dollar-Kurs, der seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten steigt. Dadurch werden Energieimporte, die in Dollar ausgewiesen werden, zusätzlich verteuert. Die Preise für Strom blieben im November unverändert, Gas legte nur um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat zu.

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Die steigenden Energiepreise bringen auch die Inflation nach Deutschland zurück - tatsächlich machten die Preise im Dezember einen kräftigen Sprung. 1,7 Prozent in Deutschland und 1,1 im Euroraum - seit mehr als drei Jahren zogen die Verbraucherpreise auf Jahressicht nicht mehr so deutlich an.

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Aufs Gesamtjahr betrachtet mussten die Deutschen laut Energiepreis-Monitor 2016 rund 6,4 Milliarden Euro weniger für Energie ausgeben als im Vorjahr. Das hat unter anderem auch damit zu tun, dass das Jahr 2016 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war.

la/dpa/reuters
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