Dienstag, 10. Dezember 2019

Kluge Investments für Hausbesitzer So machen Sie Ihr Haus fit fürs optimale Energiesparen

Planen, umsetzen, sparen: In acht Schritten zum sanierten Haus
imago

2. Teil: Wichtig: Finanzielle Unterstützung vom Staat einplanen

Womit das Thema der Wirtschaftlichkeit der energetischen Maßnahmen angesprochen ist. Entscheidend dafür sind zum einen die Kosten, die solche Maßnahmen mit sich bringen. Zum anderen spielt aber auch die Energieeinsparung, die sich etwa auf der Heizungsrechnung bemerkbar macht, eine Rolle.

"Hausbesitzer haben den direkten finanziellen Nutzen von energiesparenden Investitionen, sei es bei der Heizenergie-, sei es bei der Stromeinsparung", erläutert Werner Eicke-Hennig vom Institut Wohnen und Umwelt (IWU) des Landes Hessen in Darmstadt. "Und die Rahmenbedingungen für die energetische Ertüchtigung von Gebäuden sind gegenwärtig sehr gut."

Als Grund nennt Eicke-Hennig den wieder steigenden Ölpreis sowie die niedrigen Zinsen. "Andere finanzielle Anlageformen für Geldvermögen bringen kaum mehr Erträge", sagt er. "Und der Staat fördert, mit dem KfW-Programm und den Bafa-Zuschüssen, ohnehin schon wirtschaftliche Investitionen im Rahmen seiner CO2-Minderungspolitik."

Tatsächlich spielt die öffentliche Förderung bei der Kalkulation energetischer Maßnahmen eine wichtige Rolle, und Eigentümer sollten sich darüber eingehend informieren. Die staatliche KfW-Bank etwa vergibt unter bestimmten Voraussetzungen zinsgünstige Kredite, Tilgungszuschüsse sowie Zuschussförderungen. Zudem helfen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sowie verschiedene regionale Förderprogramme.

Das KfW-Programm "Energieeffizientes Sanieren" etwa unterstützt Antragsteller mit bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit oder mit 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen, erläutert Stephan Scharfenorth, Chef des Baufinanzierungsportals Baufi24.de. Ebenso helfe das Bafa beispielsweise bei der Energieberatung durch einen Fachmann mit 800 Euro aus. "Da die Berufsbezeichnung Energieberater nicht geschützt ist, müssen Immobilienbesitzer stets auf der Hut sein", warnt allerdings der Baufinanzierungsexperte. "Nicht alle Berater verfügen über fachkundiges Wissen oder handeln unabhängig."

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