Montag, 14. Oktober 2019

Gazprom Russlands blauer Gigant wankt

11. Teil: EU fordert Trennung von Pipelines und Produktion

Nord-Stream-Pipeline in Tschechien: Die EU will Gazprom aufspalten

Eine weitere Initiative aus Brüssel dürfte Gazprom-Chef Miller ebenfalls erhebliche Kopfschmerzen bereiten. Das sogenannte Dritte EU-Energiepaket soll die Strom- und Gasmärkte in Europa weiter liberalisieren. Demnach müssen Produktion und Transport von Erdgas strikt getrennt werden.

Der Kreml wehrte sich lange Zeit energisch gegen eine solche Aufspaltung, zeigte sich zuletzt jedoch zunehmend kompromissbereit. Laut russischen Medienberichten erwägt die Regierung bereits mehrere Modelle für die Teilung von Gazprom. Auf dem Gipfeltreffen mit der EU am Mittwoch mahnte Putin mehr Rücksicht auf die Energieinteressen seines Landes an. "Es ist offensichtlich, dass ein Energiedialog nur Erfolg haben kann, wenn gegenseitig die Interessen berücksichtigt werden."

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