Gazprom Ex-Tochter Gazprom Germania muss auf Markennamen verzichten

Kurz nachdem Gazprom seine deutsche Tochterfirma Gazprom Germania abgegeben hat, sollen die beiden Unternehmen nicht mehr in Verbindung gebracht werden. Der russische Gaslieferant fordert dazu auf, den Markennamen abzugeben.
Gazprom: Der russische Energieriese hatte am 1. April mitgeteilt, seine deutsche Tochterfirma abgegeben zu haben

Gazprom: Der russische Energieriese hatte am 1. April mitgeteilt, seine deutsche Tochterfirma abgegeben zu haben

Foto: FABRIZIO BENSCH / REUTERS

Der russische Energiekonzern Gazprom hat seine ehemalige deutsche Tochterfirma Gazprom Germania zum Verzicht auf den Markennamen und die Verwendung des Markenlogos aufgefordert. Grund sei, "eine weitere Identifizierung ihrer Aktivitäten mit der Gazprom-Gruppe zu vermeiden", teilte Gazprom am Dienstag auf Telegram mit. Der einstige Mutterkonzern ziehe außerdem alle seine Manager aus Führungsgremien von Gazprom Germania zurück, hieß es.

Das betreffe auch alle Tochterfirmen von Gazprom Germania, hieß es. Das deutsche Unternehmen ist seinerseits Eigentümerin weiterer wichtiger Unternehmen der deutschen Gaswirtschaft – etwa des Gasspeicherbetreibers Astora.

Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte zu den Vorgängen, man stehe "in engem Austausch mit dem Management der Gazprom Germania. Wir werden alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen."

Zu der Übernahme der Aufsicht über die bislang von Russland geführten Teile der deutschen Gasversorgung äußerte sich Gazprom zunächst nicht. Die Bundesregierung hatte am Montag per Anordnung die Bundesnetzagentur vorübergehend als Treuhänderin für Gazprom Germania eingesetzt. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (52) begründete dies mit unklaren Rechtsverhältnissen und einem Verstoß gegen Meldevorschriften. Gazprom ist nach wie vor der größte Gaslieferant Deutschlands. Der russische Energieriese hatte am 1. April mitgeteilt, seine deutsche Tochterfirma abgegeben zu haben.

sio/dpa
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