Ex-Exxon-Chef Tillerson müsste entscheiden ExxonMobil beantragt Ausnahme von Russland-Sanktionen

Rex Tillerson: Der ehemalige Exxon-Chef ist heute US-Außenminister - und müsste daher über den Antrag von Exxon mit entscheiden.

Rex Tillerson: Der ehemalige Exxon-Chef ist heute US-Außenminister - und müsste daher über den Antrag von Exxon mit entscheiden.

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Der US-Ölkonzern ExxonMobil hat laut einem Pressebericht bei der US-Regierung eine Ausnahme von den Sanktionen gegen Russland beantragt. Dabei gehe es um gemeinsame Bohrungen mit dem russischen Staatskonzern Rosneft im Schwarzen Meer, berichtet das "Wall Street Journal" und beruft sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen.

Die Kooperation mit Rosneft wurde 2012 unter der Führung des damaligen Exxon-Chefs Rex Tillerson eingefädelt, der heute US-Außenminister ist. Im Jahr 2014 erließen dann die EU und die USA unter anderem wegen der Annexion der ukrainischen Krim Strafmaßnahmen gegen Russland.

Das Außenministerium der USA gehöre zu den staatlichen Stellen, die bei einer Ausnahmegenehmigung für ExxonMobil mitzureden hätten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf derzeitige und frühere Regierungsvertreter. Tillerson will sich dem Ministerium zufolge aber für zwei Jahre aus allen Dingen heraushalten, die den Konzern betreffen.

Gegenwind droht Exxon laut der Zeitung von Kongressabgeordneten, die die Sanktionen gegen Russland noch verschärfen wollen. Hintergrund sind Vorwürfe, dass das Land hinter den Cyberattacken im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs gesteckt habe.

Ein Sprecher des für die Sanktionsausnahmen zuständigen US-Finanzministeriums wollte sich zu dem kolportierten Ausnahmeantrag gegenüber der Zeitung nicht äußern. Auch ExxonMobil lehnte eine Stellungnahme gegenüber dem Blatt ab.

mg/dpa-afx/rtr
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