Gewinnzuwachs im zweiten Quartal Eon-Chef Teyssen hat Freude an Tochter Uniper

Eon-Chef Teyssen: Mindestens 65 Prozent des bereinigten Gewinns sollen an die Aktionäre gehen

Eon-Chef Teyssen: Mindestens 65 Prozent des bereinigten Gewinns sollen an die Aktionäre gehen

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Der Energiekonzern Eon hat im zweiten Quartal deutlich an Fahrt gewonnen und seine Gewinne erhöht. Dabei halfen unter anderem eine Rückzahlung der Atomsteuer sowie die Ergebnisbeiträge von Uniper, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Jahresprognose wurde bestätigt. Bereits am Vortag hatte Eon außerdem angekündigt, ab dem kommenden Geschäftsjahr einen höheren Anteil des Gewinns an die Aktionäre ausschütten zu wollen.

Am Morgen büßte die Aktie  in einem schwachen Marktumfeld 0,5 Prozent ein, lag damit aber noch etwas besser als der breite Markt.

Die Rückzahlung von 2,85 Milliarden Euro an ungerechtfertigt gezahlter Brennelementesteuer führte zusammen mit der im Frühjahr durchgeführten Kapitalerhöhung zu einer deutlichen Senkung der Verschuldung. Diese nahm von 26,3 Milliarden Ende 2016 auf nun 21,5 Milliarden Euro ab. Dank der deutlich gestärkten Bilanz sieht Eon daher mehr Spielraum für eine höhere Dividende. Von 2018 an sollen mindestens 65 Prozent des bereinigten Konzernüberschuss ausgeschüttet werden. Bislang lag die Ausschüttungsquote bei 50 bis 60 Prozent. Für 2016 hatte Eon lediglich 45 Prozent ausgezahlt. Für das laufende Jahr soll es weiterhin eine Dividende von 30 Cent je Aktie geben.

Ebenfalls mehr Möglichkeiten sieht Eon bei künftigen Investitionen. Der Konzern wolle in "nachhaltiges Wachstum" investieren, erklärte Konzernchef Johannes Teyssen. Er kündigte an, bei der Vorlage der Bilanz 2017 im kommenden Jahr eine neue Wachstums- und Investitionsstrategie vorstellen zu wollen.

Schlechtes Ergebnis vom ersten Quartal nicht ausgeglichen

Im zweiten Quartal kam Eon deutlich voran. Dank der Steuerrückerstattung verdiente der Konzern 3,2 Milliarden Euro unter dem Strich. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen in Folge von Abschreibungen im Zusammenhang mit der Abspaltung der Kraftwerkstochter Uniper einen Verlust von 4,2 Milliarden Euro verbucht. Positiv wirkten sich auch die Ergebnisbeiträge von Uniper aus; das Unternehmen hatte bereits am Vortag gute Zahlen vorgelegt. Aber auch bereinigt konnte Eon den Konzernüberschuss deutlich verbessern: Er betrug 356 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag von 54 Millionen Euro im Vorjahr. Hier wirkten sich niedrigere Zins- und Steuerzahlungen positiv aus.

Auch operativ konnte Eon im zweiten Quartal zulegen. Der Umsatz erhöhte sich leicht um 1 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 70 Prozent auf 729 Millionen Euro. Dabei profitierte Eon von besseren Ergebnissen im Netz- sowie im Vertriebsgeschäft, unter anderem durch Preiserhöhungen. Die Erneuerbaren Energien verdienten hingegen weniger, auch, weil Eon im Gegensatz zum Vorjahr keine Windparks verkaufte.

Das schlechte Ergebnis im ersten Quartal konnte Eon jedoch damit nicht ganz ausgleichen: Im ersten Halbjahr blieb der Konzern mit einem bereinigten Ebit von knapp 1,8 Milliarden Euro um 12 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Die Zahlen übertrafen aber die Erwartungen der Analysten.

Die Jahresprognose wurde bestätigt. Eon erwartet für 2017 ein bereinigtes Ebit von 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Nettoergebnis von 1,2 bis 1,45 Milliarden Euro.

mg/dpa-afx
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