Donnerstag, 25. April 2019

Energiewende Wo Deutschland versagt - und wo brilliert

13. Teil: EEG-Umlage: Teure, große Kugel Eis

Eiskugeln in Düsseldorf

Was kostet die Ökostromförderung die Verbraucher? Legendär ist dazu der Satz von Ex-Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) aus dem Jahr 2004: "Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet - so viel wie eine Kugel Eis."

Tatsächlich ist Trittins Eiskugel inzwischen etwa so groß wie eine rundliche Teekanne - und kostet etwa 14 Euro (6,88 Cent pro Kilowattstunde). So viel kommt für die EEG-Umlage inzwischen netto monatlich pro Haushalt zusammen (bei einem Stromverbrauch von 2500 Kilowattstunden im Jahr). Auch wenn der Ausbau erneuerbarer Energien viel schneller erfolgt ist als erwartet, den Börsenstrompreis gedrückt hat und womöglich Klimafolgekosten vermeidet - auf dem Papier ist er erst mal teurer als erhofft.

Fazit von McKinsey: Das Ziel ist zu 3 Prozent erreicht, die Zielerreichung bis 2020 ist krachend unrealistisch.

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