Montag, 23. September 2019

RWE und Eon nicht allein Wie erneuerbare Energien weltweit die Stromversorger bedrohen

Energie-Umbruch: Wo Solar- und Windkraft Versorger weltweit ins Schwitzen bringen
AFP

RWE, Eon und Co. als Opfer eines deutschen Alleingangs in der Energiepolitik? Das stimmt nur zum Teil. In vielen Regionen der Welt gerät das Geschäftsmodell der Stromversorger in Bedrängnis. Hauptgrund: Bürger und Firmen erzeugen ihre Elektrizität mit Sonne und Wind selbst.

Hamburg - Ob in Australien, den USA oder weiten Teilen Europas - weltweit geraten Stromversorger durch eine Marktumwälzung in Schwierigkeiten, die in der Form vor wenigen Jahren kaum jemand vorausgesagt hatte. Die Ursachen sind fast überall dieselben: Bürger und Firmen erzeugen ihren Strom zunehmend selbst, um Geld zu sparen.

Dabei greifen sie auf Solar- und Windenergie oder Blockheizkraftwerke zurück. Auf diese Weise senken sie die Nachfrage bei den Konzernen. Betroffen sind also bei weitem nicht nur die deutschen Versorger wie Eon und RWE, die durch den Atomausstieg und die massive Förderung erneuerbarer Energien allerdings besonders stark betroffen sind.

Einen "potenziellen Schock" für die Stromversorger nannte jüngst der britische Economist die sich abzeichnende Entwicklung. Vor allem billige Batterien, in denen Solarstrom gespeichert wird, könnten den Konzernen schon bald noch heftiger zusetzen.

manager magazin online gibt einen Überblick über die Länder, in denen Stromversorger heftig getroffen werden - und nennt Staaten, in denen die Unternehmen vergleichsweise gut vorbereitet sind.

nis

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