Britisches Gericht weist US-Milliardär in die Schranken Donald Trump verliert Kampf gegen Windräder - und rastet aus

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump auf einem seiner schottischen Golfplätze: Der Milliardär muss den Blick auf Windkraftanlagen hinnehmen

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump auf einem seiner schottischen Golfplätze: Der Milliardär muss den Blick auf Windkraftanlagen hinnehmen

Foto: dpa

Bittere Niederlage für Donald Trump vor Gericht: Der Milliardär und US-Präsidentschaftsbewerber hat den Kampf gegen einen Offshore-Windpark vor seinem Luxusgolfclub an der schottischen Küste verloren. Das oberste britische Gericht hat seine Klage gegen das geplante Projekt endgültig abgewiesen. Zuvor hatte der US-Immobilienmilliardär bereits vor zwei Instanzen Niederlagen einstecken müssen.

Trump erwies sich nun als schlechter Verlierer. In einer Mitteilung beleidigte Trumps Organisation die schottische Regierung als "dumm, kleingeistig und beschränkt". Die politische Führung in Edinburgh verficht die Windenergie vehement und hatte sich auch für das Projekt stark gemacht, an dem Trump sich stört.

Das Argument des US-Präsidentschaftbewerbers: Die rund ein Dutzend Windräder würden die Aussicht von seinem Golfplatz auf die Nordsee verschandeln. Bereits in der Vergangenheit hatte Trump gedroht, seine Pläne für den weiteren Ausbau der Hotel- und Ferienanlage auf dem Gelände in der Nähe von Aberdeen zu stoppen, sollte der Windpark tatsächlich gebaut werden.

Schottlands Establishment keilt gegen Trump zurück

Schottlands Establishment keilt derweil gegen Trump zurück. "Trump ist ein dreifacher Verlierer", twitterte der außenpolitische Sprecher der Scottish National Party", Alex Salmond mit Blick auf Trumps wiederholtes Scheitern vor Gericht. Trumps Team feuerte zurück: Der ehemalige schottische Regierungschef sei ein Mann von gestern und "völlig irrelevant".

Auch im Rest Großbritanniens wächst derweil der Frust über Trump, wenn auch aus anderen Gründen. Mehr als 560.000 Menschen haben per Petition ein Einreiseverbot für Trump gefordert, weil dieser nach den Terroranschlägen von San Bernadino sämtlichen Muslimen den Zugang zu den USA untersagen wollte. Trump sei ein Hassprediger und dürfe als solcher nicht das Vereinigte Königreich betreten, argumentieren die Initiatoren der Petition.

Premierminister David Cameron wies dieses Anliegen zwar zurück. Jedoch schimpfte auch er über Trump, dessen Anmerkungen seien "dumm". Wenn er Großbritannien besuchen würde, "würde er uns als seine Gegner vereinigen".

mit dpa und rtr
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