Freitag, 18. Oktober 2019

BYD beschert Milliardengewinn Das späte Glück des Warren Buffett

Warren Buffett (m.), Berkshire-Hathaway-Manager Charles Munger, (l.), Microsoft-Gründer Bill Gates bei der Vorstellung eines BYD-Elektroautos: Der Boom der Batteriefahrzeuge hat in China mit Verspätung eingesetzt

2. Teil: Warum China einen Elektroauto-Boom erlebt

Chinas Regierung fördert Fahrzeuge mit alternativem Antrieb mit hohen Subventionen. Von 2013 bis 2015 flossen laut der Nachrichtenagentur Reuters 7,2 Milliarden Dollar. Auf einzelne Autos entfallen zum Teil mehr als 10.000 Dollar. Bis zum Jahr 2020 sollen fünf Millionen Elektroautos auf den Straßen sein.

Der Geldregen zeigt Wirkung: Im vergangenen Jahr wuchs der Absatz von Plugin-Hybrid- und reinen Batteriefahrzeugen um 350 Prozent auf 331.000 (Deutschland: 19.000).

In diesem Jahr geht der Boom vorerst weiter. Im Juli verdoppelte sich die Zahl der verkauften Fahrzeuge erneut. BYD kam zuletzt auf einen Marktanteil von 30 Prozent und stellte drei der vier bestverkauften Modelle.

Dem Hersteller aus Shenzhen bei Hongkong kommt auch zugute, dass ausländische Anbieter wie Tesla auf dem Elektroauto-Markt ziemlich alt aussehen. Anders als beim Geschäft mit konventionellen Fahrzeugen belegen ausschließlich einheimische Modelle die vorderen Plätze im Ranking.

Dies liegt auch an einer Subventionspolitik, die einheimische Hersteller begünstigt. So erlässt der Staat Käufern chinesischer Modelle die Mehrwertsteuer.

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