Sonntag, 15. Dezember 2019

Live-Ticker aus der Stromnetz-Schaltzentrale während der Sonnenfinsternis "Erneuerbare Energien haben Sofi-Stresstest bestanden"

Hält die Spannung? Wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt, ist das der Ernstfall fürs Stromsystem (Aufnahme am 20. März im Südwesten Englands). Die Einspeisung aus Solarstrom sinkt rapide - und knallt ab 10.30 Uhr wieder nach oben

4. Teil: Wolken würden den Netzbetreibern helfen - doch der Himmel ist fast wolkenlos

8.35 Uhr: Tennet betreibt ein Netz mit 21.000 Kilometer Leitungen. Es ersteckt sich von der dänischen Grenze bis nach Bayern. Dort entscheidet sich heute wohl, wie gut das System mit der Sonnenfinsternis klarkommt. Denn in Bayern (und Baden-Württemberg) stehen die meisten Solaranlagen. Und dort ist auch das Wetter am besten, fast keine Wolken mildern den Verschattungseffekt ab.

8.30 Uhr: Auch die deutsche Wirtschaft sieht das Naturereignis als harte Probe für das deutsche Stromnetz. Es werde sich zeigen, ob Netze und Kraftwerke auch in Extremsituationen mit der Energiewende zurechtkämen, erklärte der Industrieverband BDI.

8.25 Uhr: Guten Morgen aus der Schaltleitung von Tennet aus der Nähe von Hannover! Die Mitarbeiter des größten deutschen Übertragungsnetzbetreibers müssen hier heute mit der partiellen Sonnenfinsternis klarkommen. Die Stromeinspeisung aus Solaranlagen wird so stark schwanken wie noch nie zuvor - und das setzt das gesamte Stromsystem stark unter Druck.

Sonnenfinsternis und Energieversorgung: "Wir nähern uns dem Worst Case"

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