Infografik So extrem sind gerade die Preisunterschiede beim Sprit

Tanken ist im Norden Deutschlands momentan deutlich günstiger als im Süden. In welchen Bundesländern Autofahrer am wenigsten und wo sie am meisten zahlen, zeigt dieser Spritpreis-Überblick.
ADAC-Vergleich: Die Kraftstoffpreise in den 16 Bundesländern

ADAC-Vergleich: Die Kraftstoffpreise in den 16 Bundesländern

Foto: ADAC

Wer momentan mit dem eigenen Fahrzeug durch Deutschland reist, dem dürfte beim Tanken das derzeitige Nord-Süd-Gefälle aufgefallen sein. Am höchsten sind die Spritpreise in Bayern, deutlich preiswerter sind Kraftstoffe in Berlin und Hamburg. Das hat eine aktuelle ADAC-Auswertung der Kraftstoffpreise in den 16 Bundesländern ergeben.

Am größten sind die Preisdifferenzen beim Diesel. In Hamburg kostet der Kraftstoff im Schnitt 1,82 Euro den Liter. In Bayern wird ein Aufschlag von mehr als 17 Cent fällig. Verbraucher zahlen im Freistaat 1,99 Euro im Mittel.

Beim Benzin gehen die Kraftstoffpreise um fast 16 Cent auseinander. Ein Liter Super E10 kostet in Bayern 1,78 Euro, in Berlin – dem günstigsten Bundesland – nur 1,621 Euro. Auffällig ist auch die Diskrepanz innerhalb des Nordens. Zweitgünstigstes Bundesland für Benzin ist Hamburg mit etwa 1,66 Euro, zweitteuerstes Land ist die nur 100 Kilometer entfernte Hansestadt Bremen mit 1,76 Euro je Liter.

Ein Grund für die extremen Preisunterschiede ist die Trockenheit und Dürre im Land, die in den vergangenen Wochen die Versorgung mit Mineralöl und anderen wichtigen Rohstoffen unterbrachen. Vom Niedrigwasser am Rhein, das auch den Transport von Kraftstoffen erschwert, seien Tankkunden im Süden stark betroffen, erklärt der ADAC. Der Verkehrsklub hat für die Auswertung die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet.

Abwärtskurs der Spritpreise insgesamt gebrochen

Insgesamt steigen die Spritpreise zwei Wochen vor dem Ende des Tankrabatts wieder. Die vorübergehende Talfahrt der Spritpreise an Deutschlands Tankstellen scheint beendet. Ein Liter Diesel kostet laut ADAC im bundesweiten Schnitt derzeit 1,925 Euro und damit 3,5 Cent mehr als vor einer Woche. Superbenzin der Sorte E10 kostet im Schnitt 1,708 Euro, im Wochenvergleich quasi unverändert, wie der Autoclub mitteilte. In den Vorwochen war Super stetig etwas günstiger geworden.

Am 31. August endet der Tankrabatt, laut ADAC müssen die Spritpreise danach aber nicht unbedingt wieder sprunghaft steigen. Die Tankstellen hätten ein Interesse daran, im August noch niedrig versteuerten Kraftstoff in ihre Tanks zu füllen, den sie auch nach dem 1. September noch verkaufen können. Dennoch rät der ADAC, sich vor Ende des Rabatts rechtzeitig nach günstigen Tankgelegenheiten umzusehen.

dri/dpa
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