Mittwoch, 16. Oktober 2019

Schub für Elektromobilität: BMW, BASF und Varta wohl dabei EU-Gigafactory - der zweite Batteriezellen-Verbund steht

7. Teil: SK Innovations: Koreaner investieren für Daimler in Ungarn

Der koreanische Konzern SK Innovations baut für 650 Millionen Euro eine Batteriefabrik in Ungarn

SK Innovations: Der südkoreanische Mischkonzern SK zählt bislang zu den kleineren Playern bei der Produktion von Lithium-Ionen-Zellen. Doch jetzt investieren die Koreaner kräftig in Osteuropa: Laut Medienberichten steckt SK Innovations 650 Millionen Euro in eine Fabrik für Elektroauto-Batteriezellen in Ungarn.

Das Batteriewerk wird in der nordungarischen Stadt Komarom, rund eine Autostunde westlich von Budapest, gebaut. Im März 2018 erfolgte der Spatenstich, die Produktion von Lithium-Ionen-Zellen soll die Fabrik bereits Anfang 2020 starten. Laut Meldungen von Mitte April soll SK auch mit Volkswagen über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zum Bau einer Batteriefabrik sprechen - entschieden ist dabei aber noch nichts. Ob es sich dabei um eine Fabrik in Europa handelt, ließ sich den Meldungen nicht entnehmen.

Vorerst wird aber Daimler wohl einer der großen Abnehmer der in Ungarn produzierten Zellen sein: Vor einem Jahr haben die Stuttgarter bekannt gegeben, dass SK und der Konkurrent LG Chem die Zellen für Mercedes-Benz Elektroauto-Familie EQ liefern werden. Das erste EQ-Modell, das in Bremen gebaut wird, soll ab 2020 in den Handel kommen. Bis 2025 sollen mehr als zehn elektrische Mercedes-Modelle auf dem Markt sein.

Geplante Jahreskapazität des SK-Werks: Rund 7,5 Gigawattstunden, das entspricht rund 150.000 Autos mit einer 50-Kilowattstunden-Batterie mittlerer Größe. Ein Riesen-Batteriewerk ist das noch nicht, aber ein Anfang.

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