Dienstag, 17. September 2019

Stromanbieter Flexstrom ist pleite

Flexstrom-Zentrale in Berlin: "Schlechte Zahlungsmoral der Kunden"

Der Stromanbieter Flexstrom ist insolvent. Das Unternehmen macht vor allem die schlechte Zahlungsmoral seiner Kunden für die Pleite verantwortlich. Betroffen sind rund 500.000 Stromabnehmer.

Berlin - Das Unternehmen habe Insolvenz angemeldet, teilte Flexstrom mit. Betroffen seien rund 500.000 Kunden.

Ursache für die Insolvenz sei "vor allem die schlechte Zahlungsmoral zahlreicher Stromkunden" teilte das Unternehmen am Freitag in Berlin mit. Nach der "schädigenden Berichterstattung" zahle nur ein Teil der Kunden seine Rechnungen pünktlich. Im Herbst hatte das "Handelsblatt" von möglichen Finanzproblem bei Flexstrom berichtet.

Bei Flexstrom und den Tochtergesellschaften OptimalGrün und Löwenzahn Energie seien Kunden mit 100 Millionen Euro im Rückstand, teilte das Unternehmen mit. Auch für die beiden Tochtergesellschaften sei Insolvenz angemeldet worden. Flexstrom können diese Rückstände "nicht mehr selbst schultern". Während die Gelder von Kunden ausblieben, müsse das Unternehmen Kosten für Stromeinkauf und Netzentgelte begleichen.

Das Geschäft der Gastochter FlexGas werde von einem Investor weitergeführt. Teldafax, ein Wettbewerber von Flexstrom, hatte 2011 Insolvenz angemeldet.

mg/dpa/afp

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