Sonntag, 19. Januar 2020

Streit mit Ex-Chef Solar Millenium einigt sich mit Claassen

Utz Claassen: Forderungen von 200 Millionen Euro zurückgenommen

Ende eines jahrelangen Rechtsstreits: Der Insolvenzverwalter von Solar Millenium hat mit dem Ex-Vorstandschef des Unternehmens, Utz Claassen, einen Vergleich geschlossen.

Erlangen - "Wir haben uns mit Utz Claassen auf einen Vergleich geeinigt", teilte Volker Bohm, der Insolvenzverwalter von Solar Millenium mit. Damit würden beide Seiten ihre wechselseitigen Forderungen für erledigt erklären.

Claassen hatte im März 2010 nur wenige Wochen nach der Übername des Chefposten von Solar Millenium wieder gekündigt. Für seinen Amtsantritt erhielt er damals allerdings eine Einmalzahlung in Millionenhöhe.

Solar Millenium forderte das Geld nach dem Rücktritt zurück und stritt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth auch um die Abfindung. Claassen wiederum forderte 200 Millionen Euro Schadensersatz, weil er seinen Ruf geschädigt sah.

Der Insolvenzverwalter hat die Kündigung Claassens nun für begründet und rechtmäßig erklärt und festgestellt, dass die Gläubiger keinerlei Rückforderungsansprüche haben. Im Gegenzug nimmt auch der Manager seine Forderungen zurück.

Solar Millenium: Ex-Vorstände unter Beschuss

mg

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