Montag, 16. September 2019

Windanlagenbauer Nordex verdoppelt Verlust

Rotorblattherstellung bei Nordex: Hohe Einmalkosten vermasseln dem Anlagenbauer die Jahresbilanz

Dem Windanlagenhersteller Nordex vermasseln hohe Restrukturierungskosten in China und den USA das Jahresergebnis: 2012 hat der Hamburger Konzern seinen Verlust mehr als verdoppelt, obwohl die Erlöse zulegten. Besserung ist in Sicht.

Hamburg - Nach ersten Berechnungen verbuchte der Hamburger Konzern operativ ein Minus von 61,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 27 Millionen im Jahr zuvor, wie Nordex Börsen-Chart zeigen heute mitteilte. Der Vorstand bezifferte die Einmalaufwendungen mit 75 Millionen Euro. Der Nettoverlust wuchs von 49,5 Millionen Euro 2011 auf 94,4 Millionen Euro. Hauptgrund waren die teuren Produktionseinschnitte in den Werken in China und den USA, wo die Geschäfte seit langem schlecht laufen.

Die Erlöse legten dagegen dank florierender Geschäfte in Europa und Südafrika um 17,3 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro zu. Insgesamt traf Nordex damit die Markterwartungen. Der Rekordauftragseingang von 1,27 (Vorjahr: 1,11) Milliarden Euro stimmte den Vorstand für das laufende Jahr zuversichtlich: Er kündigte einen Umsatzanstieg auf 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro an sowie eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 2 bis 3 Prozent. Bereits jetzt seien 80 Prozent der Erlöse über den festen Auftragsbestand gesichert.

Die endgültige Bilanz will Nordex am 25. März veröffentlichen. Der Vorstand hatte bereits angekündigt, nach der erfolglosen Partnersuche in China die Rotorblatt-Produktion in der Volksrepublik dicht zu machen. Von den 160 Stellen fallen etwa 130 weg. Nordex ächzt seit Jahren wie die Wettbewerber Repower Börsen-Chart zeigen mit der Konzernmutter Suzlon und Vestas Börsen-Chart zeigen unter Überkapazitäten und Preisverfall.

wed/dpa/rtr

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