Freitag, 13. Dezember 2019

Windkraft auf dem Meer Allianz plant Investment in Tennet-Netz

Errichtung von Windkraftanlagen in der Nordsee: Der Netzausbau könnte zum Teil von der Allianz finanziert werden
DPA/ EWE Energie
Errichtung von Windkraftanlagen in der Nordsee: Der Netzausbau könnte zum Teil von der Allianz finanziert werden

Der niederländische Stromnetzbetreiber Tennet wird kritisiert, weil er nicht schnell genug die Netze für Windparks in Nord- und Ostsee bereitgestellt hat. Das könnte sich nun ändern: Einem Bericht zufolge will die Allianz Versicherung den Netzausbau mit einer Investition vorantreiben. 

Hamburg - Die Allianz will sich laut einem Pressebericht mit einer Milliardensumme an den Tennet-Stromnetzen für Windparks in der Nord- und Ostsee beteiligen. Entsprechende Pläne habe Europas größter Versicherer kürzlich beim Bundeswirtschaftsministerium in Berlin vorgestellt, berichtet der SPIEGEL. Auch mit Tennet habe die Allianz verhandelt, aber noch keine Einigung erzielt. Offenbar spreche der niederländische Netzbetreiber parallel mit weiteren Investoren.

Ein Allianz-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Tennet wollte sich auf Nachfrage des Magazins nicht äußern. Der Netzbetreiber war in den vergangenen Monaten massiv in die Kritik geraten, weil das Unternehmen die dringend benötigten Stromanschlussleitungen für große Offshore-Windparks nicht rechtzeitig bereitstellen konnte.

Die Allianz Börsen-Chart zeigen sucht angesichts der Niedrigzinsen an den Kapitalmärkten nach attraktiveren Anlagezielen, die verlässliche Erträge versprechen. So haben sich die Münchner etwa am norwegischen Gastransportnetz beteiligt.

cr/dpa-afx

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