Joint-Venture-Verkauf Oligarchen haben genug von TNK-BP

Überraschende Wende im Gezerre um den drittgrößten russischen Ölkonzern TNK-BP: Das Oligarchen-Konsortium AAR will plötzlich seinen 50-prozentigen Anteil an dem Joint Venture verkaufen. Damit beginnt ein Wettlauf um dem Rückzug aus TNK-BP.
Ölförderung im schwierigen Gelände: Russlands Ölkonzern TNK-BP hatte sich die Arktis vorgenommen

Ölförderung im schwierigen Gelände: Russlands Ölkonzern TNK-BP hatte sich die Arktis vorgenommen

Foto: SERGEI KARPUKHIN/ REUTERS

Das Hin und Her um den drittgrößten russischen Ölkonzern TNK-BP nimmt kein Ende. BP bestätigte am Dienstag einen bericht der "Financial Times", nachdem das Oligarchen-Konsortium AAR seinen 50-prozentigen Anteil an dem Joint Venture verkaufen will Damit beginnt ein Wettlauf um dem Rückzug aus TNK-BP.

Der BP-Konzern hatte seine Hälfte an dem Gemeinschaftsunternehmen bereits im Juni zum Verkauf gestellt. Hintergrund waren Reibereien zwischen BP und AAR. Darin geht es um lukrative Förderquellen in der Arktis, wo Experten ein Fünftel der weltweit noch unentdeckten Ölvorkommen vermuten.

BP wollte bei der Erschließung von Feldern in der Region mit dem staatlichen kontrollierten Rivalen Rosneft zusammenarbeiten. AAR jedoch bestand darauf, dass nicht BP selbst, sondern TNK-BP dort mit Rosneft Öl fördert. Rosneft hatte Interesse am BP-Anteil am Joint Venture angemeldet und strickt Kreisen zufolge an einer Finanzierung für die Übernahme.

Ursprünglich war aus dem Umfeld der vier russischen Milliardäre verlautet, dass diese ebenfalls BPs Hälfte am Unternehmen kaufen wollen.

kst/rtr