Samstag, 30. Mai 2020

Medienbericht Japan verstaatlicht Tepco

Was von Tepco bleibt: Der Energieversorger ist unter der Last von Schadensersatzforderungen zusammengebrochen. Im Bild die Atomruine Fukushima.
AFP/ Tepco/ JiJi Press
Was von Tepco bleibt: Der Energieversorger ist unter der Last von Schadensersatzforderungen zusammengebrochen. Im Bild die Atomruine Fukushima.

Der japanische Energieversorger Tepco bricht offenbar endgültig zusammen. Angesichts immer neuer Milliardenforderungen von Opfern der Atomkatastrophe schlüpft das Unternehmen laut einem Medienbericht nun unter die Fittiche des Staates.

Tokio - Gut ein Jahr nach der Atom-Katastrophe in Japan fällt der angeschlagene Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima einer Zeitung zufolge endgültig in staatliche Hände. "Nikkei" berichtete am Mittwoch, die Regierung plane eine Kapitalspritze im Volumen von umgerechnet rund neun Milliarden Euro für Tepco.

Dabei könne der Anteil des Staates an dem notleidenden Konzern auf über zwei Drittel anschwellen. Tepco habe erklärt, den Plan zu prüfen, wenn der nächste Chef dem zustimmt. Tepco sucht derzeit händeringend einem neuen Vorstandschef.

Wie mit den Verhandlungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters berichtet hatten, hatte Tepco die Regierung um eine Finanzspritze in dieser in Höhe gebeten. Der Konzern benötige die Hilfen, um seine angeschlagenen Finanzen zu bereinigen, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person am Donnerstag. Zudem benötige der Konzern weitere Milliarden, um die Opfer der Atomkatastrophe aus dem vergangenen März abzufinden.

nis/rtr

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