Samstag, 21. September 2019

Gefahr in der Nordsee Fackel auf Total-Gasplattform gelöscht

Total bereitet Entlastungsbohrungen vor, um das lecke Gasbohrloch unter der Bohrinsel in den Griff zu bekommen

Ein Hoffnungsschimmer für den französischen Energiekonzern: Die zum Abfackeln von Gasresten genutzte Flamme über der havarierten Bohrinsel ist gelöscht. Die Gefahr einer Explosion ist damit zwar gebannt - eine Umweltkatastrophe jedoch noch nicht.

Paris/London/Aberdeen - Die Gasfackel an der havarierten Plattform "Elgin" in der Nordsee brennt nach Angaben des französischen Energiekonzerns Total Börsen-Chart zeigen nicht mehr. "Wir können bestätigten, dass die Flamme gelöscht wurde", sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag. Ein anderer Sprecher sagte, die Flamme sei "wie erwartet" von alleine ausgegangen. Dies sei bereits am Freitag beobachtet und am Samstagmorgen bei einem Überflug bestätigt worden.

Die Plattform war vor einer Woche nach der Entdeckung eines Lecks wegen Explosionsgefahr evakuiert worden. Es wurde befürchtet, dass austretendes Gas explodieren könnte, wenn es mit der Flamme in Berührung kommt. Total hatte mehrere Möglichkeiten erwogen, die Flamme zu löschen, etwa mit einem Hubschrauber oder mit Löschschiffen.

Der französische Energiekonzern Total bereitet Entlastungsbohrungen vor, um das lecke Gasbohrloch unter der Ölbohrplattform "Elgin" in der Nordsee in den Griff zu bekommen. Außerdem kündigte das Unternehmen am Freitag an, es solle schwerer Schlamm in das Bohrloch gepumpt werden, um den Gasaustritt zu stoppen. Der für Großbritannien zuständige geschäftsführende Direktor Phillipe Guys sagte vor Journalisten, pro Tag träten derzeit rund 200.000 Kubikmeter Gas aus dem Leck aus.

oa/rtr/afp/dpa

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