Dienstag, 12. November 2019

Eon, RWE und Co. Atomriesen auf Ökotrip

Rückenwind: Welche Versorger mit erneuerbaren Energien Gewinne machen
Eon

3. Teil: Windparks als Gelddruckmaschinen

Bei den Großprojekte vor der Küste können die Versorger jedoch ihre Stärken ausspielen. "Für große Offshore-Parks bedarf es starker Konzerne, die diese Projekte stemmen können", sagt der Chef der Finanzierungssparte für erneuerbare Energien bei der NordLB, Heiko Ludwig. "Mittelständler und kleine Investoren sind dazu oft nicht in der Lage. Eine starke Bilanz ist eine wichtige Voraussetzung, damit eine Bank solche Projekte mitfinanzieren kann."

Wie wichtig der Beitrag von Wind, Wasser, Sonne und Co. für die Versorger schon sehr bald werden dürfte, zeigt die jüngste Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Analysten. Bei Eon könnten die Erneuerbaren demnach bereits im Jahr 2013 ein höheres Ebitda erwirtschaften als die konventionellen Kraftwerke, geben einige Befragte an.

Die Zahlen relativieren sich zwar, wenn die hohen Abschreibungen für Windparks und Solarkraftwerke in Rechnung gestellt werden. Auf längere Sicht versprechen die Anlagen aber nahezu anstrengungslosen Wohlstand für ihre Betreiber.

"Abgeschriebene Windkraftanlagen in guten Lagen können später einmal wahre Gelddruckmaschinen werden", heißt es in der Erneuerbaren-Abteilung einer deutschen Bank. Wind und Sonne schreiben keine Rechnung - der ehemalige Sponti-Spruch gilt inzwischen auch in den Konzernzentralen.

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