Samstag, 23. November 2019

Gewinneinbruch RWE kappt Dividende

AKW Biblis: Der Atomausstieg plagt RWE

Das Nettoergebnis von RWE ist um ein Drittel geschrumpft. Als Konsequenz kappt Deutschlands zweitgrößter Energieversorger die Dividende - gibt aber einen hoffnungsvollen Ausblick.

Essen - Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um 17,5 Prozent auf 8,46 Milliarden Euro gefallen, teilte RWE mit. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis sei sogar um 33,9 Prozent auf 2,48 Milliarden Euro geschrumpft. Analysten hatten mit einem Ebitda von 8,27 Milliarden Euro gerechnet und das nachhaltige Nettoergebnis auf 2,46 Milliarden Euro taxiert.

Die Aktionäre sollen für 2011 eine Dividende von zwei Euro je Aktie erhalten nach 3,50 Euro in den beiden Jahren zuvor. Die Ertragslage wolle RWE Börsen-Chart zeigen im laufenden Jahr stabilisieren, sagte Vorstandschef Jürgen Großmann. 2012 und 2013 soll das betriebliche Ergebnis unter Berücksichtigung der Beteiligungsverkäufe auf dem Niveau von 2011 bleiben. Das nachhaltige Nettoergebnis solle ebenfalls stabil bleiben.

Die geplanten Beteiligungsverkäufe schraubt RWE allerdings zurück. Der Konzern will bis Ende 2013 nur noch Beteiligungen im Volumen von maximal sieben Milliarden Euro verkaufen statt bis zu elf Milliarden Euro. Wie die Nachrichtenagentur Reuters zuvor erfahren hatte, will der künftige Konzernchef Peter Terium 2013 und 2014 zusätzlich eine Milliarde Euro einsparen.

Der beschleunigte Atomausstieg neben RWE wie auch die anderen deutschen AKW-Betreiber Eon Börsen-Chart zeigen, EnBW Börsen-Chart zeigen und Vattenfall Börsen-Chart zeigen kalt erwischt. RWE musste die Blöcke des Atomkraftwerks im hessischen Biblis stilllegen. Zusätzliche Belastungen beschert dem Konzern die neue Brennelementesteuer. Im Gasgeschäft machen RWE teure Verträge mit Lieferanten wie der russischen Gazprom Börsen-Chart zeigen zu schaffen.

ts/rtr

© manager magazin 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung