Mittwoch, 20. November 2019

Milliardenübernahme Shell greift nach Gas in Ostafrika

Raffinerie von Shell: Dem Übernahmeziel Cove gehören 8,5 Prozent an einem Gasfeld vor der Küste Mosambiks

Der Energieriese Shell will das ostafrikanische Unternehmen Cove Energy für 1,2 Milliarden Euro übernehmen. Damit will sich der Konzern den Zugriff auf riesige Gasvorkommen in Mosambik sichern.

London - Cove Energy werde den Aktionären empfehlen, die Offerte in Höhe von 1,2 Milliarden Euro anzunehmen, teilte das Unternehmen mit. Der Preis von 195 Pence pro Aktie liegt 70 Prozent über dem Kurs Anfang Januar, als Cove erstmals seine Verkaufspläne ankündigte.

Die wichtigste Beteiligung von Cove ist ein Anteil in Höhe von 8,5 Prozent an einem immensen Gasvorkommen vor der Küste Mosambiks. Shell Börsen-Chart zeigen ist führend darin, Erdgas durch Kühlung zu verflüssigen und damit für den Export in Tankern aufzubereiten.

Auch andere europäische Ölkonzerne haben in Ostafrika bereits den Fuß in der Tür. Der italienische Ölkonzern Eni Börsen-Chart zeigen stieß in der Nähe ebenfalls auf ein Gasvorkommen, der norwegische Ölkonzern Statoil Börsen-Chart zeigen machte einen Fund in den Gewässern vor Tansania.

Shell war mit großen Ambitionen ins neue Geschäftsjahr gestartet und hatte Anfang Februar angekündigt, durch neue Großprojekte die Öl- und Gasproduktion bis 2018 um etwa ein Viertel zu steigern.

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mg/rtr

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