Nach Atomausstieg Areva will 1300 Jobs in Deutschland streichen

Nach dem Beschluss zum Atomausstieg in Deutschland will der französische Atomkonzern Areva einem Medienbericht zufolge bei seinem deutschen Ableger massiv Stellen streichen. 1300 Arbeitsplätze sind bedroht.
Atomkonzern Areva: Der Konzern verweist auf einen neuen "Strategieplan"

Atomkonzern Areva: Der Konzern verweist auf einen neuen "Strategieplan"

Foto: PHILIPPE DESMAZES/ AFP

Hamburg - Am deutschen Hauptsitz in Erlangen und an anderen Standorten wolle Areva rund 1300 der 5700 Stellen wegfallen lassen, berichtete der SPIEGEL am Samstag vorab aus seiner neuen Ausgabe.

Die Berichte über den Wegfall von 1300 Stellen seien "ohne Grundlage", sagte ein Areva-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP am Samstag in Paris. Auch die Schließung von zwei Standorten bestätigte er nicht. Areva werde Mitte Dezember einen "Strategieplan" vorlegen. Französischen Medienberichten zufolge sollen in Deutschland 800 Stellen in der Brennelemente-Fertigung gestrichen werden.

Mit seinen Plänen reagiere der Weltmarktführer für Nukleartechnik auf den Beschluss der Bundesregierung, acht Meiler sofort stillzulegen und bis zum Jahr 2022 ganz aus der Atomenergie auszusteigen, schreibt der SPIEGEL. Seither sei der Bedarf an frischen oder wiederaufbereiteten Brennstäben drastisch zurückgegangen.

la/afp
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