Stiftung Warentest Gute Noten für Energiesparlampen

Eine Woche vor Beginn des Verkaufsverbots für 60-Watt-Glühbirnen hat die Stiftung Warentest einen Test mit Energiesparlampen veröffentlicht. Nach Meinung der Tester haben die teuersten Energiesparlampen wirtschaftliche und ökologische Vorteile gegenüber günstigeren Leuchtmitteln.
Energiesparlampen: Immer mehr Hersteller verwenden aus Sicherheitsgründen kein flüssiges Quecksilber mehr

Energiesparlampen: Immer mehr Hersteller verwenden aus Sicherheitsgründen kein flüssiges Quecksilber mehr

Foto: Johannes Simon/ Getty Images

Berlin - Pünktlich zum Aus der 60-Watt-Glühbirne am 1. September hat die Stiftung Warentest energiesparende Alternativen getestet - mit guten Ergebnissen. LED-Leuchten sind dabei die strahlenden Sieger, allerdings zum stolzen Preis von bis zu 45 Euro. Die "klassische" Energiesparlampe schnitt mit Gesamtergebnissen von "gut" bis "mangelhaft" sehr unterschiedlich ab. "Aber es gibt gute Energiesparlampen, die lange halten und mit wenigen Euro in der Anschaffung recht preiswert sind", sagte Hubertus Primus von Stiftung Warentest. Schlusslichter im Test sind Halogenglühlampen, die zwar schönes Licht geben, aber viel Energie brauchen und kurzlebig sind. Sie erhielten nur ein "ausreichend".

Unterm Strich, so rechnen die Verbraucherschützer vor, kann ein Wechsel zu zehn Energiesparlampen 115 Euro pro Jahr einsparen - trotz höherer Anschaffungskosten. Überprüft und bewertet wurden die Leuchteigenschaften, aber auch Brenndauer und Schaltfestigkeit.

Die geringen Mengen des umstrittenen Quecksilbers, das in Energiesparlampen enthalten ist, seien auch beim Bruch der Lampe nicht akut gesundheitsgefährdend, hieß es. Ebenso wie die Stiftung Warentest rät aber auch das Umweltbundesamt Verbrauchern in einem solchen Fall, den Raum sofort und gründlich zu lüften. "Diesen Sicherheitshinweis sollten die Hersteller allen Verpackungen beifügen", forderte das UBA.

Immer mehr Hersteller verwenden aus Sicherheitsgründen bereits kein flüssiges Quecksilber mehr, sondern eine feste Amalgamverbindung. Weil die Energiesparlampen als Sondermüll entsorgt werden müssen, fordern die Verbraucherschützer eine gesetzlich verankerte Rücknahmepflicht.

sk/dpa
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