Großinvestition MVV steckt 1,5 Milliarden Euro in erneuerbare Energien

Es ist eine große Entscheidung für MVV: Das Energieunternehmen plant eine Großoffensive, um seinen Kraftwerkspark umzubauen. Anderthalb Milliarden Euro will Konzernchef Georg Müller in erneuerbarer Energien stecken. Vor allem die Windenergie hat es MVV angetan.
Windkraftanlagen: Hier sieht MVV neue Chancen auch für kleinere Investoren

Windkraftanlagen: Hier sieht MVV neue Chancen auch für kleinere Investoren

Foto: SPIEGEL TV

Mannheim - Der Mannheimer Energieversorger MVV Energie will bis zum Jahr 2020 rund 1,5 Milliarden Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie in die umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung stecken. Die gleiche Summe soll in den Erhalt bestehender Anlagen und Netze fließen, teilte die im SDax notierte Unternehmensgruppe mit. MVV-Chef Georg Müller sieht vor allem für die Windkraft großes Ausbaupotenzial. Sie eröffne auch für kleinere Investoren aus der Region - Kommunen, Land- und Forstwirtschaft, Stadtwerke und Privatleute - neue Chancen. Zudem könne die Stromerzeugung in die Nähe der Industriezentren in Süddeutschland gebracht und damit ein aufwendiger Ausbau der Stromnetze verringert werden.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres (30.September) legte MVV mit 2,7 Milliarden Euro Umsatz um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu - dank des überregionalen Strom- und Gasvertriebs an Industrie- und Gewerbekunden. Der Überschuss ging jedoch wegen gesunkener Erlöse bei der Stromerzeugung um 5 Prozent auf 114 Millionen Euro zurück. MVV-Chef Müller geht davon aus, dass das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau abschließt. Damals hatte der Überschuss 95 Millionen Euro und der Umsatz 3,4 Milliarden Euro betragen.

Die MVV baut derzeit ihre erste Biomethananlage und ist im vergangenen Jahr mit dem Kauf des Windparks Plauerhagen in Mecklenburg-Vorpommern in den Windenergiemarkt eingestiegen. Auch haben die Mannheimer den Zuschlag für eine thermische Abfallverwertungsanlage im südenglischen Plymouth sowie für die Übernahme eines abfallbefeuerten Heizkraftwerks im tschechischen Liberec bekommen.

sk/dpa-afx
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