Führungswechsel Peter Terium wird neuer Chef von RWE

Führungswechsel bei Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern RWE: Jürgen Großmann wird sein Amt am 1. Juli 2012 an den Niederländer Peter Terium abgeben. Terium ist derzeit Chef der niederländischen RWE-Tochter Essent. Stellvertretender RWE-Chef wird Rolf Martin Schmitz.
Nachfolger von Jürgen Großmann: Peter Terium soll ab Juli 2012 den RWE-Konzern führen

Nachfolger von Jürgen Großmann: Peter Terium soll ab Juli 2012 den RWE-Konzern führen

Essen - Neuer Chef des Energiekonzerns RWE wird Peter Terium am 1. Juli des kommenden Jahres. Rolf Martin Schmitz werde zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernannt, teilte RWE am Montag in Essen mit.

Damit bestätigte der Konzern entsprechende Presseberichte. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" wird RWE-Chef Jürgen Großmann sein Amt am 1. Juli 2012 an Terium abgeben, der derzeit Chef der niederländischen RWE-Tochter Essent ist. Damit würde Großmann einige Wochen früher ausscheiden als geplant. Sein Vertrag läuft bis September 2012.

Der RWE-Aufsichtsrat hatte heftig um die Nachfolge von Großmann gerungen. Während Aufsichtsratschef Manfred Schneider sowie fünf oder sechs Vertreter der freien Aktionäre für den Niederländer Terium kämpften, hatten sich die einflussreichen kommunalen Aktionäre für RWE-Vorstand Rolf Martin Schmitz stark gemacht, wie aus Unternehmenskreisen verlautete. Aufsichtsratschef Manfred Schneider soll jedoch mit Rücktritt gedroht haben, um seinen Kandidaten Terium durchzubekommen.

Der 47 Jahre alte Niederländer Terium hat internationale Erfahrung, blickt aber zugleich auf eine Karriere im RWE-Konzern zurück, wo er 2003 als Leiter des Konzerncontrollings begann. Er steht für einen Generationenwechsel im Vorstand. Terium ist seit 2009 Vorstandsvorsitzender der niederländischen RWE-Tochter Essent. Bei der Integration des Unternehmens in den RWE-Konzern übte sich der gelernte Steuerfachmann bereits im Umgang mit Kommunen, denn Essent gehörte zuvor niederländischen Provinzen und Gemeinden.

Großmann ist 59 Jahre alt und hatte sich besonders deutlich für eine Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke stark gemacht.

la/dpa-afx