Stromkosten Energiewende bedroht deutsche Industrie

Die Energiewende bedroht die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Das ist das Ergebnis einer Exklusivstudie der Unternehmensberatung Roland Berger für manager magazin. Danach werden massiv steigende Stromkosten den Industrieunternehmen hierzulande stark zusetzen.
Energieintensive deutsche Industrie: Furcht vor massiv steigenden Strompreisen

Energieintensive deutsche Industrie: Furcht vor massiv steigenden Strompreisen

Foto: A3250 Oliver Berg/ dpa

Hamburg - Im Gefolge der Energiewende steigen die Stromkosten in der deutschen Industrie deutlich an, berichtet das in Hamburg erscheinende manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 24. Juni). Nach einer Exklusivstudie der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants für das Blatt werden sich die Stromkosten in vier energieintensiven Branchen bis 2050 um 20 bis 60 Prozent erhöhen.

Besonders betroffen ist der Untersuchung zufolge die Zementindustrie: Dort steigen die Stromkosten um 60 Prozent gegenüber 2011. Für die Grundstoffchemie und die Metallerzeuger ergibt sich jeweils ein Plus von 50 Prozent. Die Hersteller von Papier und Pappe müssen mit 20 Prozent höheren Stromkosten rechnen.

Die Berater unterstellten jeweils ein Mengenwachstum von einem Prozent pro anno. Außerdem kalkulierten sie Fortschritte bei der Energieeffizienz ein. Damit sich das unterstellte Energiesparpotenzial auch einstellt, sind bis 2050 beträchtliche Investitionen erforderlich - nach Berger-Berechnungen in allen vier Branchen zusammen rund 23 Milliarden Euro.