Dienstag, 15. Oktober 2019

Kalifornien Erster Spatenstich für 1000-Megawatt-Solarkraftwerk

Energie made in USA: Solar Millennium ist in den Staaten schon seit Jahren mit Sonnenkraftwerken im Geschäft
Solar Millennium
Energie made in USA: Solar Millennium ist in den Staaten schon seit Jahren mit Sonnenkraftwerken im Geschäft

Es soll so viel leisten wie ein Atomkraftwerk und bis zu 750.000 Haushalte mit Strom versorgen - in Kalifornien hat der Bau des weltgrößten Solarkraftwerks begonnen. Ab 2013 soll die Anlage Energie ins Netz speisen. Ein deutsches Unternehmen spielt bei dem Projekt die Schlüsselrolle.

Los Angeles - In Kalifornien entsteht das größte Solarkraftwerk der Welt mit der geplanten Maximalleistung eines Atomkraftwerks. In der Wüstenregion nahe Blythe, rund 350 Kilometer östlich von Los Angeles, erfolgte am Freitag der offizielle erste Spatenstich für das Milliardenprojekt. US-Innenminister Ken Salazar, Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown und Solar-Millennium-Chef Christoph Wolff nahmen nach Mitteilung des Gouverneursbüros an der Zeremonie teil.

Die Erlanger Projektgesellschaft Solar Millennium steht hinter dem solarthermischen Kraftwerk Blythe, das im vergangenen Herbst die Baugenehmigung erhalten hatte. Gouverneur Brown verwies darauf, dass die Anlage dem Westküstenstaat bei der Umsetzung seiner Umweltziele helfen wird. Bis 2020 will Kalifornien 33 Prozent seines Energiebedarfs durch erneuerbare Energien, darunter Wind- und Sonnenenergie, decken.

Nach Firmenangaben gab die US-Regierung im April die sogenannte bedingte Zusage (Conditional Commitment) für Kreditgarantien von 2,1 Milliarden Dollar. Diese Garantien sind die Voraussetzung für die Finanzierung von 75 Prozent der Baukosten von insgesamt 2,8 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro).

Die vier geplanten Anlagen, die Sonnenlicht mit Parabolspiegeln bündeln, haben eine Leistung von jeweils 242 Megawatt. Im Jahr 2013 soll der erste Strom geliefert werden. Mit einer Leistung von am Ende knapp 1000 Megawatt liegt das Kraftwerk in der Größenordnung eines Atomkraftwerks. Es soll genug Energie für 300.000 bis 750.000 Haushalte liefern.

nis/dpa

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