US-Energiekonzerne Constellation flieht in die Übernahme

Milliarden für Stromnetze, strengere Umweltauflagen: Weil US-Energiekonzerne teure Investitionen nicht mehr alleine stemmen wollen, flüchtet sich die Branche in Fusionen und Übernahmen. Jetzt schluckt der Versorger Exelon seinen Konkurrenten Constellation für 7,9 Milliarden Dollar.
Exelon-Chef John W. Rowe: Konkurrenten Constellation übernommen

Exelon-Chef John W. Rowe: Konkurrenten Constellation übernommen

Foto: Getty Images

New York - Amerikas Energiebranche ist in einen harten Ausscheidungswettkampf geraten. Der Kraftwerksbetreiber Exelon kündigte am Donnerstag an, den heimischen Konkurrenten Constellation Energy für 7,9 Milliarden Dollar zu übernehmen. Exelon zählt bereits zu den Branchenführern in den USA und betreibt zahlreiche Atomreaktoren.

In der US-Energiebranche grassiert das Fusionsfieber: Die größte Übernahme ist der Kauf von Progress Energy durch Duke Energy für 13,7 Milliarden Dollar. Northeast Utilities gab für Nstar 4,2 Milliarden Dollar aus. Die fusionierte Firma Exelon/Constellation soll Kunden in Maryland, Illinois und Pennsylvania mit Energie versorgen. Als Firmensitz ist Chicago vorgesehen.

Sollten die Aufsichtsbehörden die Fusion genehmigen, kann Exelon seine Kraftwerkskapazität von knapp 32.000 Megawatt um 12.000 Megawatt erhöhen.

Exelon bietet Constellation-Aktionären umgerechnet etwa 38,59 Dollar je Anteilsschein, was einem Aufschlag von 12,5 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vom Mittwoch entspricht. Der Kauf soll über einen Aktientausch abgewickelt werden. Für die Fusion wurde Exelon von Barclays Capital, J.P. Morgan Securities, Evercore Partners und Loop Capital Markets beraten. Constellation wurde von Morgan Stanley , Goldman Sachs  und Credit Suisse  betreut.

kst/rtr