Donnerstag, 17. Oktober 2019

Preisrally Rohstoffriesen jubeln über gigantische Gewinne

Im Gewinnrausch: Exxon Mobile verdient am besten

Steigende Energiepreise spülen Öl- und Gaskonzernen üppige Gewinne in die Kasse. Exxon hat in einem Quartal zehn Milliarden Dollar verdient, Shell sieben Milliarden und Gazprom im gesamten Vorjahr 36 Milliarden. Topmanager aus der Branche sind sicher: Der Rausch geht weiter.

Houston - Während Unternehmen und Verbraucher weltweit unter steigenden Energiepreisen ächzen, feiern Öl- und Gaskonzerne eine große Party. Der Hunger nach Brennstoffen lässt ihre Gewinne rasant in die Höhe schießen. In diesen Tagen legen sie Zahlen auf den Tisch - und die sprechen eine eindeutige Sprache.

Beispiel Exxon Mobil Börsen-Chart zeigen: Dank des hohen Ölpreises stieg das Nettoergebnis des US-Energieriesen im ersten Quartal um 69 Prozent auf 10,65 Milliarden Dollar, wie das weltweit größte börsennotierte Öl-Unternehmen am Donnerstag bekanntgab. Der Umsatz kletterte um 26 Prozent auf 114 Milliarden Dollar.

Damit übertraf der Konzern aus Irving im Bundesstaat Texas die Erwartungen der Analysten, die Exxon einen Gewinnsprung von 59 Prozent zugetraut hatten. Dennoch gab der Aktienkurs vorbörslich leicht nach. Für Exxon war es das beste Quartal seit dem dritten Quartal 2008, als das Unternehmen in drei Monaten den Rekordprofit von 14,83 Milliarden Dollar (zehn Milliarden Euro) machte.

Neue Förderstätten treiben Shells Gewinn

Der hohe Ölpreis hat auch dem Konkurrenten Royal Dutch Shell Börsen-Chart zeigen einen Gewinnsprung beschert. Im ersten Quartal 2011 stieg der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 60 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar (6 Milliarden Euro), teilte Europas größter Ölkonzern am Donnerstag mit. Zu Wiederbeschaffungskosten - ein Maß, das die Schwankung der Ölpreise berücksichtigt - steigerte das niederländisch-britische Unternehmen seinen Gewinn um zwei Milliarden Dollar auf 6,9 Milliarden Dollar.

Einen 3-prozentigen Produktionsrückgang infolge von Anteilsverkäufen konnte Shell mehr als wettmachen - der Umsatzes legte auf 109,9 Milliarden Dollar zu von 86 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Außer der vorteilhaften Marktsituation verdanke Shell das Ergebnis auch umfangreichen Maßnahmen zur Effektivierung der Produktion, erklärte Konzernchef Peter Voser in Den Haag. Die Kostenreduzierung solle fortgesetzt werden.

Zudem werde die Öl- und Gasproduktion nach der Inbetriebnahme neuer Förderstätten im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Dazu gehört die wieder erschlossene Lagerstätte im niederländischen Schoonebek unmittelbar an der deutschen Grenze. Shell zahlt eine Quartalsdividende von 0,42 Dollar je Aktie, genau wie im Vorjahr.

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