Sonntag, 21. Juli 2019

Schwacher Start ins Geschäftsjahr Ölpest setzt BP noch immer zu

Gewinnkiller: Die Ölpest im Golf von Mexiko drückt auf den Ertrag von BP

Inmitten der großen Ölkonzerne ist BP noch immer das hässliche Entlein. Ein Jahr nach der Katastrophe im Golf von Mexiko leidet das britische Unternehmen weiterhin unter den Folgekosten. Lediglich der Verkauf von Unternehmensanteilen konnte das Desaster begrenzen.

London - Der britische Mineralölkonzern BP hat angesichts der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko einen schlechteren Start ins Geschäftsjahr hingelegt als 2010. Der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten lag im ersten Quartal bei 5,481 Milliarden US-Dollar (rund 3,74 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch in London mitteilte.

Damit schnitt der Konzern schlechter ab, als Analysten erwartet hatten. Im Vorjahreszeitraum hatte BP rund 5,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Bei dieser Form des Gewinns werden Preisschwankungen des Ölmarktes herausgerechnet; so werden die Ergebnisse vergleichbar gemacht.

Die Einnahmen stiegen von 74,4 Milliarden Dollar (51 Milliarden Euro) im ersten Vierteljahr 2010 auf 88,3 Milliarden Dollar (60,35 Milliarden Euro) 2011. Hauptsächlich verantwortlich für den Einnahmenzuwachs war der Verkauf von Firmenbesitz. Wegen der Ölkatastrophe infolge der Explosion der Plattform Deepwater Horizon vor einem Jahr muss der Konzern eine Reihe von Unternehmensteilen verkaufen.

Während bei anderen Ölkonzernen wie Royal Bank of Scotland Börsen-Chart zeigen und Exxon Mobil Börsen-Chart zeigen aufgrund der steigenden Ölpreise hohe Gewinne erwartet werden, schnitt BP nun schwach ab. BP beziffert den negativen Effekt im Zusammenhang mit der Katastrophe im ersten Jahresviertel auf 400 Millionen Dollar vor Steuern.

nis/dpa/dapd

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