Solarpark in Brandenburg Google investiert erstmals außerhalb der USA

Der Internetkonzern Google steigt erstmals außerhalb der USA in den Markt für erneuerbare Energien ein. Der Suchmaschinenanbieter übernimmt knapp die Hälfte der Anteile eines Solarparks in Brandenburg - allerdings nicht, um den eigenen Energiebedarf zu decken.
Solaranlage: Google investiert seit längerem in erneuerbare Energien und betreibt sogar eine eigene Entwicklungsabteilung

Solaranlage: Google investiert seit längerem in erneuerbare Energien und betreibt sogar eine eigene Entwicklungsabteilung

Foto: A9999 Solar Millenium/ dpa

Berlin - Google habe für 3,5 Millionen Euro 49 Prozent des kürzlich erworbenen Solarkraftwerks in Brandenburg übernommen, teilte der Hamburger Finanzinvestor Capital Stage mit. Beide Unternehmen betrieben in Zukunft das Kraftwerk gemeinsam, das zu den größten in Deutschland im Vorjahr ans Netz angeschlossenen Parks zählt.

Der Solarpark liegt auf dem 47 Hektar großen Areal des Flughafens Brandenburg-Briest, der bis Anfang der 90er Jahre für militärische Zwecke genutzt wurde. Die bereits fertiggestellte Anlage liefert pro Jahr rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom und zählt zu den größten Solaranlagen Deutschlands. Capital Stage ist nach eigenen Angaben der größte unabhängige Betreiber von Solarparks in Deutschland.

Google  ist mit seinen gigantischen Serveranlagen auch Großabnehmer von Strom. Die Anlage in Brandenburg soll jedoch nicht zum Betrieb eines Rechenzentrums dienen, sondern sauberen Strom für rund 5000 Haushalte in Brandenburg und Umgebung liefern. Der Konzern hat bereits mehr als 100 Millionen Dollar in erneuerbare Energien sowie moderne Technologien investiert, und betreibt eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung in diesem Bereich.

Bislang hat Google in den USA in zwei Windenergieprojekte investiert. Die Auswahl des Brandenburger Photovoltaikkraftwerks als erstes Energieprojekt außerhalb der USA sei kein Zufall, sagte Benjamin Kott, Clean Energy Advocacy Manager bei Google. Deutschland zähle bei der Entwicklung erneuerbarer Energien seit vielen Jahren zur Weltspitze. "Das Land verfügt über gute Rahmenbedingungen, die Bürger stehen sauberer Energie positiv gegenüber und die deutschen Hersteller liefern hervorragende Technologie." Mehr als 70 Prozent der in Brandenburg installierten Solarmodule stammten aus deutscher Produktion.

mg/dpa/rtr
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