Bilanz 2010 Eon mit 30 Prozent weniger Gewinn

Deutschlands größter Energieversorger Eon hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinneinbruch verbucht und seine Ziele nur knapp erreicht. Auch für 2011 rechnet der Konzern mit einem sinkenden Ergebnis.
Maues Jahr: Unter dem Strich brach der Gewinn von Eon 2010 um 30 Prozent ein

Maues Jahr: Unter dem Strich brach der Gewinn von Eon 2010 um 30 Prozent ein

Foto: Martin Meissner/ ASSOCIATED PRESS

Düsseldorf - Unter dem Strich brach der Gewinn 2010 um 30 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ein, wie Eon mitteilte. Der für die Dividende entscheidende bereinigte Überschuss sank jedoch lediglich um 4 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Bereinigt wurde das Ergebnis um Milliardenabschreibungen auf das Geschäft in Südeuropa, das ist aber schon seit längerem bekannt.

Operativ profitierte Eon  im Gesamtjahr unter anderem von einem starken Endkundengeschäft in Großbritannien und von in den Vorjahren abgesicherten Großhandelspreisen. Analysten hatten vor allem beim bereinigten Überschuss mehr erwartet. Dem Konzern machen wie dem Konkurrenten RWE  die Belastungen aus der Atomsteuer, sinkende Stromgroßhandelspreise und ein schwächelndes Gasgeschäft zu schaffen.

Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 16 Prozent auf 92,86 Milliarden Euro. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel mit 13,35 Milliarden Euro um 3 Prozent höher als im Vorjahr aus.

2011 werde das bereinigte Ebitda auf 11,2 bis 11,9 Milliarden Euro sinken, nachdem es 2010 noch 13,35 Milliarden Euro betragen hatte. Der bereinigte Überschuss werde weiter fallen auf 3,3 bis 4,0 Milliarden Euro.

Die Dividende soll wie bereits angekündigt in diesem Jahr unverändert bei 1,50 Euro je Aktie liegen. Für die anstehenden zwei schweren Jahre hat der Versorger seinen Aktionären - anders als Wettbewerber RWE - eine Dividende von 1,30 Euro versprochen.

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mg/dpa-afx
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