Energieversorger EnBW verdient glänzend

Deutschlands drittgrößter Energieversorger EnBW hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr um mehr als die Hälfte gesteigert. Dennoch will EnBW-Chef Hans-Peter Villis die geplanten Investitionsausgaben deutlich kürzen.
EnBW: Der Stromabsatz konnte 2010 gesteigert werden, beim Gasgeschäft musste der Konzern Einbußen hinnehmen

EnBW: Der Stromabsatz konnte 2010 gesteigert werden, beim Gasgeschäft musste der Konzern Einbußen hinnehmen

Foto: dapd

Karlsruhe - Der Überschuss sei 2010 um 52,4 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro gestiegen, teilte EnBW mit. Beim Umsatz legte das Karlsruher Unternehmen um 12,5 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro zu. Der Stromabsatz stieg von 119,7 Milliarden Kilowattstunden 2009 auf 146,9 Milliarden Kilowattstunden.

Beim Gasgeschäft musste der Konzern erneut Einbußen hinnehmen: Der Gasverkauf sank auf 53,6 Milliarden Kilowattstunden und blieb damit um 18,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

EnBW-Chef Hans-Peter Villis kündigte bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftsbilanz an, die Investitionen deutlich auf 5,1 Milliarden Euro zurückfahren zu wollen. Geplant waren bis 2013 eigentlich 7,9 Milliarden Euro.

Als Grund für die Kürzung der Investitionen nannte Villis neue finanzielle Belastungen etwa durch die Brennelementesteuer. Diese bedeute für die EnBW  für die nächsten sechs Jahre etwa 440 Millionen Euro an jährlicher Zahlungsverpflichtung. Außerdem rechne man weiter mit niedrigen Großhandelspreisen. Nach Eon  und RWE  ist EnBW der drittgrößte deutsche Energieversorger.

mg/dpa
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