Umweltminister Röttgen "Kopenhagen muss ein Erfolg werden"

Der neue Bundesumweltminister, Norbert Röttgen, mahnt eine internationale Vereinbarung für den Klimagipfel in Kopenhagen an, der kommende Woche beginnt. Man müsse sich ambitionierte Umweltziele setzen, denn "Klimaschutz rechnet sich".

Berlin - Eine Woche vor Beginn der Klimakonferenz in Kopenhagen hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) auf einen Erfolg bei den Bemühungen um eine internationale Vereinbarung gedrängt. Kopenhagen müsse ein Erfolg werden, erklärte Röttgen am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Achim Steiner.

"Ambitionierter Klimaschutz rechnet sich", hob Röttgen hervor. Spätere Maßnahmen würden "wesentlich teurer". Steiner sprach in Berlin auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Der Bundesumweltminister machte in dem Gespräch mit Steiner nach Angaben seines Ministeriums auch deutlich, dass die Vereinten Nationen im Umweltbereich wesentlich besser organisiert werden müssten. Er dankte Steiner dabei "für die drastischen Verbesserungen, die er bei UNEP in Nairobi durchgesetzt habe". Aber nur mit einer Weltumweltorganisation seien die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte zu bewältigen.

Der Bundestag debattiert am Donnerstag ab 9.00 Uhr über Ziele und Strategien für die UN-Klimaschutzkonferenz von Kopenhagen. Dazu will Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) die Haltung der Bundesregierung erläutern. In einem Antrag der Koalitionsfraktionen Union und FDP wird zudem das deutsche Ziel bekräftigt, bis 2020 den Kohlendioxidausstoß im eigenen Land um 40 Prozent zu verringern. Auch wird die Regierung aufgefordert, sich mit Nachdruck für ein rechtsverbindliches internationales Klimaschutzabkommen einzusetzen. Die Oppositionsfraktionen SPD, Linke und Grüne haben zudem jeweils eigene Anträge vorgelegt.

manager-magazin.de mit Material von afp und dpa

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