Donnerstag, 27. Juni 2019

Munich Re Zwei Milliarden in grüne Investments

Munich Re, der weltgrößte Rückversicherer, will enorme Summen in erneuerbare Energien stecken. Das sagte Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard im Interview mit manager magazin. Die Investition erfolge nicht aus Schwärmerei, sondern aus nüchternem Kalkül: Schreite der Klimawandel fort, seien Schäden aus Naturkatastrophen nicht mehr versicherbar.

Hamburg - Die Munich Re Börsen-Chart zeigen will in den kommenden Jahren verstärkt in klimafreundliche Technologien und erneuerbare Energien investieren. "Für Investitionen in umweltfreundliche Technologien und erneuerbare Energien ist ein Rahmen von etwa zwei Milliarden Euro möglich", sagte Konzernchef Nikolaus von Bomhard in einem Interview mit manager magazin, das in der heute (Freitag, 20. November) erscheinenden Ausgabe veröffentlicht wird. Bisher habe man etwa 150 Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert.

"Schäden nicht mehr versicherbar": Munich-Re-Chef von Bomhard
Vor dem Anfang Dezember beginnenden Klimagipfel in Kopenhagen warnte von Bomhard vor den finanziellen Folgen des Klimawandels: "Wenn der Klimawandel weiter voranschreitet, ist die Versicherbarkeit von Schäden aus Naturkatastrophen nicht mehr überall gewährleistet, weil die Finanzierung nicht mehr darstellbar wäre."

Um den Klimawandel zu bekämpfen, forderte von Bomhard die Einführung eines global einheitlichen Handels mit Verschmutzungsrechten: "Der Handel mit CO2-Emissionsrechten, so wie er in der EU bereits existiert, muss auf eine globale Plattform gehoben werden."

Die Voraussetzungen dafür müssten auf der Weltklimakonferenz geschaffen werden. "Dafür müssen die Staaten und Staatengemeinschaften Klimaziele und Emissionsgrenzen festlegen", sagte von Bomhard.

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