Kilometergebühr Holland-Maut spaltet Politik

Wie soll der Straßenverkehr in Zukunft finanziert werden? Nach der von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer angestoßenen Debatte um eine Pkw-Maut fordern die Grünen eine Kilometerabgabe nach Vorbild der Niederlande. Aus der Regierungskoalition kommt Widerspruch.

Hamburg - Die FDP lehnt das niederländische Modell einer Kilometergebühr ab. "Das System ist auf Deutschland aufgrund der Anzahl der betroffenen Fahrzeuge und aufgrund der Größe unseres Landes nicht übertragbar", sagte der FDP-Obmann im Verkehrsausschuss, Patrick Döring, dem "Hamburger Abendblatt". "Zudem belastet es Vielfahrer überdurchschnittlich, die in Deutschland schon unter der höchsten Mineralölsteuer Europas leiden."

Die Autofahrer in Holland sollen künftig keine Kraftfahrzeugsteuer mehr zahlen, sondern eine Kilometergebühr von durchschnittlich drei Cent.

Die Grünen zeigten Sympathie für eine Radikalreform der Kraftfahrzeugsteuer nach dem Vorbild der Niederlande gezeigt. "Das niederländische Modell geht in die richtige Richtung", sagte Parteichef Cem Özdemir der Zeitung. "Wir brauchen bei der Besteuerung des Autoverkehrs eine klare ökologische Lenkungswirkung: Wer viel fährt und dabei mit einem Spritfresser viel CO2 ausstößt und das Klima belastet muss mehr zahlen als die, die mit emissionsarmen Autos wenig fahren."

manager-magazin.de mit Material von ddp

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