Sonntag, 18. August 2019

Wüstenstrom "Die Solarenergie wird sich rentieren"

5. Teil: "Mit Kleinklein kommen wir nicht weiter"

mm.de: Kritiker werfen "Desertec" "Solarimperialismus" vor.

Kein echtes Endlager:
Die Asse ist undicht
Hipp: Es kommt darauf an, wie die Europäer auftreten. Wenn ein Teil des Wüstenstroms in Afrika genutzt wird, sehe ich kein Problem.

mm.de: Die deutsche Umweltbewegung hat stets eine dezentrale Energieerzeugung propagiert, mit kleinen Anlagen in privater Hand. Jetzt schließen sich Unternehmen wie Siemens, Eon oder die Deutsche Bank zu einem Megaprojekt zusammen. Gefällt Ihnen das?

Hipp: Wir müssen den CO2-Ausstoß drastisch senken, mit Kleinklein kommen wir nicht weiter. Deshalb brauchen wir auch große Projekte - von Windparks im Meer bis zu Wüstenstrom.

mm.de: Für "Desertec" sind 400 Milliarden Euro an Investitionen nötig.

Hipp: Die Finanzkrise kostet Billionen. Im Vergleich dazu ist das Geld doch gut angelegt. Energie kostet nun mal Geld - das ist bei der Atomkraft genauso.

mm.de: Ohne Staatshilfe wird "Desertec" kaum auskommen.

Hipp: Natürlich muss der Staat am Anfang mithelfen. Aber das ist bei jeder neuen Technologie so. Langfristig wird sich die Solarenergie rentieren.

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