Emissionsrechte CO2-Handel verabschiedet

Im Kampf gegen das Treibhausgas Kohlendioxid müssen die deutschen Stromerzeuger ihre Berechtigungen zum CO2-Ausstoß vom kommenden Jahr an teilweise ersteigern. Experten rechnen daher mit einer erneuten Welle an Strompreiserhöhungen.

Berlin - Der Bundestag hat in der Nacht zum Freitag den Weg für den Handel mit Emissionsrechten frei gemacht. Die entsprechende Verordnung regelt die Versteigerung von jährlich 40 Mllionen Emissionszertifikaten für die Jahre 2010 bis 2012, die den Betreibern von Kraftwerken nicht kostenlos zugeteilt wurden.

In den kommenden drei Jahren soll wöchentlich eine bestimmte Menge der Luftverschmutzungsrechte versteigert werden. Von 2013 an müssen die Kraftwerksbetreiber die Papiere in vollem Umfang ersteigern. Experten rechnen dann mit einer erneuten Welle an Strompreiserhöhungen.

Der Handel mit Emissionsrechten geht auf das Kyoto-Klimaprotokoll zur Reduzierung von Schadstoffemissionen zurück. Die Idee des Emissionshandels besteht darin, dass den beteiligten Unternehmen eine bestimmte Höchstmenge für den Ausstoß von Kohlendioxid zugebilligt wird.

Kommt ein Unternehmen mit weniger Zertifikaten aus, etwa durch Investitionen in moderne Anlagen, können diese Scheine verkauft werden. Unternehmen, die mehr brauchen, müssen dagegen ihren CO2-Ausstoß durch klimafreundliche Technologien und Brennstoffe reduzieren oder zusätzliche Zertifikate erwerben.

In der EU startete der Emissionshandel am 1. Januar 2005. Die erste Handelsperiode umfasste den Zeitraum von 2005 bis 2007, die zweite Periode die Jahre von 2008 bis 2012.

In der ersten Handelsperiode wurden in Deutschland die Zertifikate noch zu 100 Prozent kostenlos zugeteilt, seit Anfang 2008 werden auch Zertifikate verkauft.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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