Elektroantrieb Conti verliert Rennen um GM-Großauftrag

Der Autozulieferer Continental hat einen herben Rückschlag erlitten. Im Kampf um einen Auftrag des US-Autogiganten General Motors verlor der Konzern gegenüber dem Konkurrenten LG Chem. Besonders bitter für Conti ist, dass es um eine Technologie ging, an die die ganze Branche ihre Hoffnungen klammert.

Detroit - Der deutsche Autozulieferer Continental  bekommt nicht den erhofften Großauftrag zum Bau der Lithium-Ionen-Batterie für das Elektroauto Volt des Opel-Mutterkonzerns General Motors . Den Zuschlag für die prestigeträchtige Order erhielt der südkoreanische Rivale LG Chem, wie General-Motors-Chef Rick Wagoner am Montag auf der Automesse in Detroit bekannt gab.

LG Chem wird die Batteriezellen in Südkorea herstellen und bis 2013 eine Milliarde Dollar in die Lithium-Ionen-Technologie investieren. Montiert werden sollen die Akkus in einem geplanten GM-Werk in Michigan.

Conti bedauerte die Entscheidung von GM. Für Conti ergäben sich daraus aber keinerlei negative Folgen, sagte eine Sprecherin. "Das ist ganz normaler Wettbewerb." Der Konzern aus Hannover hatte sich zusammen mit dem Zelllieferanten A123 um den Auftrag beworben und wollte die Elektronik für die Akkus liefern.

Der Chevy Volt soll Ende 2010 auf den Markt kommen und auf Strecken von bis zu etwa 65 Kilometern ausschließlich mit einem Elektromotor laufen. Die Batterie soll zu Hause an der Steckdose aufgeladen werden können. Für längere Fahrten gibt es einen Benzinmotor. Bislang nutzen Hybrid-Fahrzeuge wie der Toyota Prius Batterie-Betrieb und Verbrennungsmotor parallel.

Für GM ist der Volt ein Hoffnungsträger. Der angeschlagene US-Marktführer braucht dringend neue Modelle, um aus der Krise zu kommen. GM hat wie seine Rivalen Chrysler und Ford  nach weit verbreiteter Ansicht zu lange auf seine großen Spritschlucker wie Pick-up-Transporter und Großraumlimousinen gesetzt und den Trend zu sparsamen Kleinwagen verschlafen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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