Dienstag, 12. November 2019

Klimapolitik Obamas Energien

Alle Welt blickt gebannt darauf, welche Veränderungen die US-Präsidentschaft Barack Obamas mit sich bringen wird. Besonders die Branche der erneuerbaren Energien erwartet von dem Hoffnungsträger bahnbrechende Maßnahmen. Zu Recht?

Hamburg - Yes, Obama can. Die Wirtschaftskrise meistern, den Irak-Krieg stoppen, das US-Gesundheitswesen reformieren. Die Erwartungen an den designierten US-Präsidenten Barack Obama sind riesig. Klar, dass es unter diesen Umständen über kurz oder lang Enttäuschungen geben wird.

Hoffnung für den Klimaschutz: Wird Obama seine Wahlversprechen halten?
[M] DDP; mm.de
Hoffnung für den Klimaschutz: Wird Obama seine Wahlversprechen halten?
Gerade auch US-Unternehmen, die ihr Geld direkt oder indirekt mit erneuerbaren Energien verdienen, machen sich Hoffnungen. Sie erwarten sich von der Wahl Obamas zum neuen Mann im Weißen Haus einen kräftigen Ruck für ihre Branche. Obama selbst gibt ihnen guten Grund dazu: Die erneuerbaren Energien waren ein beherrschendes Thema seines Wahlkampfs. In den vergangenen Monaten sprach er oft von den ökonomischen Chancen des Umweltschutzes und kündigte finanzielle Hilfe für die Unternehmen der Branche an.

Anders als der noch amtierende US-Präsident George W. Bush, der den Klimaschutz weitgehend vernachlässigte, will Obama das Weiße Haus grün anstreichen - und nennt konkrete Maßnahmen dafür. In den kommenden zehn Jahren will er etwa 150 Milliarden Euro in alternative Energieträger investieren. Der Anteil alternativer Energien an der Stromversorgung soll bis 2025 auf 25 Prozent steigen. Auch die Deckelung des Kohlendioxidausstoßes und eine Steuersenkung für Biokraftstoffe hat sich Obama auf die Fahnen geschrieben. Fünf Millionen Arbeitsplätze will er durch solche Maßnahmen in den USA schaffen.

Sollte der künftige amerikanische Präsident seine Pläne in die Tat umsetzen, hoffen auch hiesige Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, dass ihre Branche von dem neuen klimapolitischen Bewusstsein aus Übersee profitiert. So wertet etwa der Bundesverband für Solarwirtschaft das Ergebnis der Präsidentschaftswahl als "bedeutende Weichenstellung in das Solarzeitalter". Verbandsgeschäftsführer Carsten Körnig sehnt in der amerikanischen Klimapolitik den viel zitierten Wandel herbei: "Wir hoffen, dass es Obama gelingen wird, die größte Industrienation der Welt in das solare Zeitalter zu führen."

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