McDonald's Frittenfett gegen Klimawandel

Die Fastfood-Kette McDonald's setzt im Kampf gegen den Klimawandel auf Frittenfett. Künftig wird das alte Öl aus den Friteusen zu Biodiesel weiterverarbeitet, mit dem dann alle 155 Lieferfahrzeuge in Großbritannien betrieben werden sollen.

London - Bei McDonald's  ist man sehr stolz auf die Idee mit dem Frittenöl-Diesel. Es sei wunderbar, dass die großen Mengen an Restöl "praktische, effiziente Verwendung" fänden, erklärte das Unternehmen nach Berichten der BBC und der "Financial Times". Jährlich werde das Unternehmen den Ausstoß von Kohlendioxid so um 78 Prozent reduzieren.

Bald also sollen von 900 McDonald's-Filialen in Großbritannien die Frittierfettreste eingesammelt und nach East Anglia gebracht werden, wo die Reste von Pommes und Chicken McNuggets herausgefischt werden. Danach wird das Öl zur Biodiesel-Weiterverarbeitung nach Milton Keynes geschickt. Ob die Laster, auf denen das Fett durch das Land gefahren wird, auch auf Biodiesel laufen, konnte das Unternehmen noch nicht sagen.

Als erstes sollen 45 Lastwagen für den neuen Saft umgerüstet werden. Derzeit fahren die Fahrzeuge noch mit normalem Diesel, dem fünf Prozent Biodiesel beigemischt sind.

McDonald's steht wegen seiner Ökobilanz traditionell heftig in der Kritik. Nun kann sich der Senior Vice President von McDonald's UK, Matthew Howe, loben: "Das ist ein großartiges Beispiel, wie Unternehmen zusammenarbeiten können, um der Umwelt zu helfen." Auf lange Sicht werde der Einsatz des Biodiesels McDonald's noch nicht einmal mehr Geld kosten, schätzt Howe. Und auch kurzfristig handle es sich nur um ein paar Penny pro Liter. Man arbeite darüber hinaus an einer Reihe anderer Öko-Initiativen. Das gehe von Recycling-Projekten bis hin zur Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen. Schon dieses Jahr hat die Fastfood-Kette angefangen, in den Filialen in Großbritannien Kaffee zu verkaufen, der das Siegel der Rainforest Alliance trägt.

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