Konkurrenz zu Twitter Elon Musk prüft Gründung einer eigenen Social-Media-Plattform

Elon Musk denkt laut eigenem Bekunden "ernsthaft darüber nach", eine eigene Social-Media-Plattform in Konkurrenz zu seinem Lieblingsmedium Twitter zu gründen. Damit träte der Tesla-Chef in die Fußstapfen von Donald Trump.
Tesla-Chef Elon Musk (bei der Eröffnung der Fabrik in Grünheide): "Die Folgen dieser Umfrage werden wichtig sein"

Tesla-Chef Elon Musk (bei der Eröffnung der Fabrik in Grünheide): "Die Folgen dieser Umfrage werden wichtig sein"

Foto: CHRISTIAN MARQUARDT / POOL / EPA

Tesla-Chef Elon Musk erwägt die Gründung einer neuen Social-Media-Plattform. "Ich denke ernsthaft darüber nach", schrieb der Milliardär am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Er reagierte damit auf die Frage eines Twitter-Nutzers. Dieser wollte von Musk wissen, ob er den Aufbau einer Social-Media-Plattform in Betracht ziehen würde, die aus einem Open-Source-Algorithmus besteht und bei der die freie Meinungsäußerung im Vordergrund steht, während Propaganda zugleich auf ein Minimum reduziert werde.

Musk, der selbst viel auf Twitter unterwegs ist und dort mehr als 79 Millionen Follower zählt, äußerte sich in letzter Zeit kritisch über die Social-Media-Plattform. Das Unternehmen untergrabe die Demokratie, indem es sich nicht an die Grundsätze der Meinungsfreiheit halte.

Musks Vorstoß folgt einen Tag, nachdem er eine Twitter-Umfrage veröffentlicht hatte. Darin fragte er die Nutzer, ob sie glauben, dass Twitter sich an den Grundsatz der freien Meinungsäußerung halte. 70 Prozent beantworteten dies mit "Nein". "Die Folgen dieser Umfrage werden wichtig sein", hatte Musk am Freitag geschrieben. "Bitte stimmen Sie sorgfältig ab."

Es hat bereits mehrfach Versuche gegeben, den etablierten Plattformen wie Twitter, Facebook und Googles YouTube Konkurrenz zu machen - bislang ohne größeren Erfolg. Weder das von Ex-Präsident Donald Trump gegründete "Truth Social" noch die Twitter-Konkurrenten Gettr und Parler oder der Video-Website Rumble haben bisher auch nur annähernd die Reichweite und Popularität der etablierten Anbieter erreicht.

la/reuters