Tesla-Rekord Elon Musk sichert sich 46,5 Milliarden für Twitter-Übernahme

Elon Musk will den Kurznachrichtendienst Twitter offenbar unbedingt übernehmen. Nach einem Rekordquartal erwägt der Tesla-Chef ein öffentliches Angebot an die Aktionäre.
Keine freie Meinungsäußerung: Das warf Musk immer wieder dem Kurznachrichtendienst vor

Keine freie Meinungsäußerung: Das warf Musk immer wieder dem Kurznachrichtendienst vor

Foto:

Patrick Fallon / REUTERS

Tesla-Chef Elon Musk (50) hat sich 46,5 Milliarden Dollar für die Übernahme von Twitter gesichert. Er erwägt nun eine Kaufofferte für die Aktien des Kurznachrichtendienstes, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht vom Donnerstag hervorgeht. Musk selbst wolle 33,5 Milliarden Dollar beisteuern, davon 21 Milliarden Dollar Eigenkapital und 12,5 Milliarden Dollar an Krediten. Banken, darunter Morgan Stanley, hätten weitere 13 Milliarden Dollar zugesagt.

Musk hatte vergangene Woche angekündigt, den Kurznachrichtendienst für 41,4 Milliarden Dollar zu kaufen und danach von der Börse zu nehmen. Damit solle der Dienst in die Lage versetzt werden, das Potenzial als "Plattform für freie Meinungsäußerung auf der ganzen Welt" zu verwirklichen.

Twitter hat daraufhin eine sogenannte "Giftpille" aufgelegt, um sich dagegen zu wehren. Musk, laut Forbes mit 265 Milliarden Dollar der reichste Mann der Welt, ist bereits jetzt der zweitgrößte Anteilseigner bei Twitter und hat nach seinem Vorstoß Interesse von Finanzinvestoren auf sich gezogen.

In der Vergangenheit lag Musk immer mal wieder im Clinch mit dem US-Konzern und warf ihm etwa vor, die freie Meinungsäußerung zu unterwandern. Musk selbst ist ein eifriger Twitter-Nutzer mit mehr als 81 Millionen Followern.

sio/Reuters