Whatsapp-Chats des DWS-Vorstands Die eigenwilligen Kommunikationswege des Asoka Wöhrmann

Der Chef der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS gerät unter Druck, weil er Geschäftliches nicht nur über seinen privaten E-Mail-Account, sondern auch über Whatsapp kommuniziert haben soll – zwei Kanäle, die gegen interne Regeln verstoßen. Ein Insider hat das der Finanzaufsicht Bafin gemeldet.
Rekordzahlen und Negativschlagzeilen: DWS-Chef Asoka Wöhrmann hat den Gewinn der Fondsgesellschaft deutlich gesteigert, allerdings mit Regelverstößen wie der Nutzung seines privaten E-Mail-Accounts Kritik auf sich gezogen.

Rekordzahlen und Negativschlagzeilen: DWS-Chef Asoka Wöhrmann hat den Gewinn der Fondsgesellschaft deutlich gesteigert, allerdings mit Regelverstößen wie der Nutzung seines privaten E-Mail-Accounts Kritik auf sich gezogen.

Foto: DWS Group

Vor sieben Jahren hat sich DWS-Chef Asoka Wöhrmann (56) bei Whatsapp angemeldet. Sein Profil enthält kein Foto, dafür sind aber die Namen seiner Kinder und vier Babyflaschen zu sehen. Der Chatdienst ist nach Informationen des manager magazins eines seiner beliebtesten Kommunikationsmittel, nicht nur, um Privates auszutauschen, sondern auch Geschäftliches, berichten drei Insider unabhängig voneinander. Einer von ihnen hat sich jetzt als Whistleblower an die Finanzaufsicht Bafin gewendet und die "unerlaubte Nutzung" des Nachrichtendienstes für interne Kommunikation im Führungszirkel der DWS gemeldet.

Wöhrmann steht seit Herbst 2018 an der Spitze der Deutsche-Bank-Fondstochter. Am Donnerstag hat die DWS für das abgelaufene Jahr einen Rekordgewinn von 1,14 Milliarden Euro präsentiert – gut 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahlen können allerdings nur kurzzeitig von den mutmaßlichen Regelverstößen ablenken, die Wöhrmann unter Druck bringen und seine Qualifikation als Chef einer börsennotierten und regulierten Gesellschaft infrage stellen.

Wöhrmann soll Geschäftliches per Privatmail ausgetauscht haben

Wöhrmann hat offenbar vor seinem Wechsel zur DWS, als er noch die deutsche Privatkundensparte der Deutschen Bank leitete, seinen privaten E-Mail-Account für geschäftliche Angelegenheiten benutzt. Weil das deutlich häufiger passierte als zunächst intern bekannt, wie die "Financial Times" berichtete, hat die Deutsche Bank dazu jüngst eine Untersuchung ausgeweitet.

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