Verkauf der Tochterfirma Dr. Oetker zieht sich aus Russland zurück

Der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker stoppte nach der Invasion Russlands in die Ukraine bereits alle Investitionen in die russische Schwestergesellschaft sowie sämtliche Marketingaktivitäten. Jetzt verkauft das Bielefelder Unternehmen seine Anteile an der Tochter.
Hefe und Backpulver: Das Werk von Dr. Oetker im russischen Belgorod produzierte in den vergangenen Wochen nur noch Grundnahrungsmittel

Hefe und Backpulver: Das Werk von Dr. Oetker im russischen Belgorod produzierte in den vergangenen Wochen nur noch Grundnahrungsmittel

Foto: Friso Gentsch / dpa

Auch der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker zieht sich wegen des Ukraine-Krieges komplett aus Russland zurück. Das Familienunternehmen teilte am Freitag mit, dass es alle Anteile an seiner Russland-Tochter an die bisherigen russischen Geschäftsführer verkaufe und damit sämtliche Aktivitäten in dem Land beende.

Das Unternehmen hatte bereits direkt nach dem russischen Überfall auf die Ukraine alle Exporte nach Russland, alle Investitionen in die russische Schwestergesellschaft sowie sämtliche nationalen Marketingaktivitäten gestoppt. Das von Dr. Oetker in der Stadt Belgorod betriebene Nährmittelwerk produzierte seitdem nach Unternehmensangaben nur noch Grundnahrungsmittel wie Hefe und Backpulver für die russische Bevölkerung.

dri/dpa