"Superfood" für Kalifornien Dr. Oetker startet Restaurantkette – für Pudding

Ein Restaurant nur für Pudding aus dem Supermarktregal? Abwarten: Dr. Oetker eröffnet in Kalifornien den ersten einer Reihe von Puddingtempeln - und verspricht "essbare Kunst".
Bild der ersten "Pudu Pudu"-Niederlassung in Kalifornien (Screenshot)

Bild der ersten "Pudu Pudu"-Niederlassung in Kalifornien (Screenshot)

"Pudu Pudu" heißt die neue Marke, unter der Dr. Oetker in Venice Beach, Kalifornien, in Kürze ein Restaurant eröffnen will, in dem es - genau - Pudding zu essen geben wird. "Pudding makers since 1894" heißt es auf der Website des Unternehmens . Gemeint ist vermutlich die lange Tradition der Puddingvermarktung im Hause Oetker. Ob Supermarktpudding allerdings das Zeug dazu hat, ein Restaurantkonzept zu tragen, sei dahingestellt. "Pudu Pudu" jedenfalls verspricht hochwertige Zutaten, Biomilch und "gesundheitsförderndes Superfood". Kurzum: "Essbare Kunst", wie es auf der Website  heißt.

Geplant sind weitere Lokale zunächst in Amerika, dann auch in Europa und Asien, schreibt die "Lebensmittelzeitung". Innerhalb eines Jahres sollen demnach drei "Pudu Pudu"-Läden eröffnen, im zweiten Jahr fünf und danach jährlich mindestens 20. Auch Franchisenehmer können sich an dem Konzept beteiligen, so der Bericht.

Bereits vor wenigen Wochen kündigte Oetker-Chef Albert Christmann (57) im Interview mit dem manager magazin  an, das Geschäft weiter ausbauen zu wollen. "Die Gastronomie boomte vor der Krise, und wir sind darauf aus, neue Geschäftsfelder mit unseren strategischen Einheiten Kuchen/Dessert und Pizza zu verbinden", sagte der Manager. "Daran halten wir fest, auch wenn es sicher zwei Jahre dauert, bis sich der Markt erholt haben wird."

"Pudu Pudu" ist indes nicht das erste Geschäftsmodell von Oetker außerhalb der Supermärkte. Das Unternehmen betreibt bereits ein Café in der Schweiz, eines in Frankfurt soll Christmanns Angaben zufolge unter dem Namen "Café Guglhupf" demnächst folgen. In Koblenz gibt es in einem Edeka-Markt zudem ein Bistro namens "Frau Renate" - benannt nach einer Werbefigur des Konzerns aus den 50er und 60er-Jahren -, das auch an anderen Standorten Schule machen soll.

Darüber hinaus gehören der Lieferdienst Durstexpress sowie der Fertiggerichteanbieter Juit zum Oetker-Universum, ein weiteres wichtiges Standbein ist die Brauereigruppe Radeberger mit etlichen großen Biermarken. Außerdem gebietet das Familienunternehmen über die Sektkellerei Henkell und einige Luxushotels. Das Bankhaus Lampe wurde im März verkauft, die Containerreederei Hamburg Süd schon 2017.

cr
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.